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Amazon-Standortleiter Alexander Bruggner setzt auf Integration: hier mit Evan Ali Kheder aus dem Irak.
Amazon-Standortleiter Alexander Bruggner setzt auf Integration: hier mit Evan Ali Kheder aus dem Irak.
29.04.2016

„Amazon ist in Pforzheim angekommen“

Für Alexander Bruggner waren die vergangenen dreieinhalb Jahre nicht einfach. „Es waren gefühlt die längsten Jahre meiner Laufbahn.“ Doch die Anstrengungen haben sich gelohnt, sagt der Standortleiter von Amazon in Pforzheim. Es läuft mittlerweile rund. „Die Mitarbeiter sind zufrieden“, bestätigt Peter Lässig, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender.

Als der amerikanische Online-Versender 2012 sein Pforzheimer Logistikzentrum startete, waren es gerade 120 Mitarbeiter. Inzwischen sind dort über 1000 Menschen beschäftigt – 70 Prozent mit unbefristeten Verträgen, wie Bruggner ergänzt. Und Amazon wächst weiter – weltweit und lokal, wie Public-Relations-Manager Stephan Eichenseher gestern beim Pressegespräch erläuterte. „Pforzheim spielt eine wichtige Rolle im europäischen Logistiknetzwerk von Amazon.“ Das freut auch Oliver Reitz, Chef der Pforzheimer Wirtschaftsförderung, zumal die Verantwortlichen im Rathaus in der Vergangenheit häufig für die Ansiedlungspolitik kritisiert wurden. Beklagt wurde der hohe Flächenverbrauch, der eine weitere Gewerbeentwicklung verhindere. „Amazon ist in Pforzheim angekommen. Es sind 1000 neue Arbeitsplätze entstanden“, betont Reitz.

Ein Großteil der Beschäftigten aus 64 Nationen lebt in Pforzheim. „In der vergangenen Woche haben wir 50 neue Kollegen eingestellt“, ergänzt Simone Sieger, zuständig für Karriere und Ausbildung. 100 weitere sollen in den nächsten Monaten folgen. Neben sicheren und ordentlich bezahlten Arbeitsplätzen im Versand (Einstiegslohn zehn Euro, nach zwei Jahren bis zu 14 Euro) biete man den Mitarbeitern auch Weiterbildungs- und Aufstiegschancen.