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Da schlummert ein edler Tropfen in den mächtigen Stahltanks: Nieferns Bürgermeisterin Birgit Förster, Sektkellerei-Chef Rene Schweickert, Landrat Karl Röckinger, Bürgermeister-Stellvertreter Erik Schweickert, Professor Ulrich Jautz, Wirtschaftsfördererin Nadine Kaiser und Bürgermeister-Stellvertreter Udo Hummel (von links).
Da schlummert ein edler Tropfen in den mächtigen Stahltanks: Nieferns Bürgermeisterin Birgit Förster, Sektkellerei-Chef Rene Schweickert, Landrat Karl Röckinger, Bürgermeister-Stellvertreter Erik Schweickert, Professor Ulrich Jautz, Wirtschaftsfördererin Nadine Kaiser und Bürgermeister-Stellvertreter Udo Hummel (von links).
21.09.2016

Besuch bei Sektkellerei Schweickert und Firma Eurofins in Niefern

Die Sterne auf der Zunge entdeckt hat der Legende nach der französische Mönch Dom Pérignon, als er im Weinkeller seines Klosters erstmals perlenden Schaumwein verkostete. Auf seinen Spuren wandelten gestern Landrat Karl Röckinger und Bürgermeisterin Birgit Förster beim Besuch einer Wirtschaftsdelegation in der Nieferner Sektkellerei Schweickert.

Sie durften dabei den gerade beim internationalen Weinpreis Mundus Vini als besten Riesling-Sekt prämierten Schweickert Riesling brut verkosten. Eine hochrangige Auszeichnung für die älteste badische Sektkellerei, wie Inhaber Rene Schweickert anmerkte, der das Familienunternehmen in mittlerweile vierter Generation seit Anfang des Jahres führt. Sein Urgroßvater Emil Schweickert hatte die Kellerei im Jahr 1900 gegründet, nachdem er von seinen Gesellenwanderjahren in Südbaden und der Champagne zurückgekehrt war. Die Grundweine für seinen Sekt bezog er aus den Weinbergen am Enzberg über Niefern. Inzwischen werden pro Jahr über 500 000 Liter Sekt und Perlwein in der vor einigen Jahren neu eingerichteten Produktionsanlage in der Nieferner Ortsmitte gelagert und auf Flaschen abgefüllt. Die Hälfte wird unter dem Namen Schweickert überwiegend regional vermarktet. Die andere Hälfte geht als Sekt zurück an Weinbaugenossenschaften in Baden-Württemberg und Hessen.

Bienen werden untersucht

Weitere Station des Landratsbesuchs war gestern die Firma Eurofins Agroscience Services in Niefern-Vorort, Tochterunternehmen des Brüsseler Eurofins-Konzerns. Das Forschungsunternehmen ist wichtiger Dienstleister für führende Agrarchemie-Hersteller und untersucht die Auswirkungen von neuen Pflanzenschutzmitteln auf die Umwelt. Geforscht wird beispielsweise an Bienen und Regenwürmern, ob diese durch den Einsatz der Chemikalien beim Pflanzenanbau geschädigt werden. In Kooperation mit regionalen Landwirten werden auch Feldversuche durchgeführt. Die mit modernster Technik ausgestatteten Testlabore sind das Herz von Eurofins. Der rasante Wachstumskurs wird durch einen Neubau dokumentiert, der gerade bezogen wird. Die Mitarbeiterzahl von Eurofins am Standort Niefern hat sich in den vergangenen zehn Jahren von 100 auf fast 300 Beschäftigte erhöht. Auch der Umsatz hat sich auf 30 Millionen Euro verdreifacht.