Pforzheim. Jan Armbruster und Maurice Goedecke wollen mit ihrem Concept Store am Pforzheimer Schlossberg ein besonderes Einkaufserlebnis bieten.
Edel, gediegen und stilvoll sieht er aus, der „Concept Store“ am Schlossberg 15 bis 17 in Pforzheim, direkt neben der Stadtinformation. Von außen dämmt das Licht die einzelnen Ausstellungsstücke. Erst wenn man den Laden betritt, fällt der Blick im Scheinwerferlicht einerseits auf Kleidungsstücke gehobeneren Stils, also Jacken, Pullover, Hemden, Blusen, modisch-bunte Socken für Damen und Herren. Daneben gibt es Accessoires wie Kuchen im Glas sowie eine Reihe an Likören, Wein und Gin. Die Firmengründer Jan Armbruster (26) und Maurice Goedecke (37) bieten hier ihren Kunden mit der Marke
Hochwertige Kombination
„Stoff & Schnaps – Fashion & Liquor Store“ gezielt einen Concept Store, also einen „Laden mit einer ungewöhnlichen, meist hochwertigen Kombination von Sortimenten und Marken sowie einer modernen Auffassung von erlebnisreichem Einkaufen und Kundenbindung“ (Quelle: Wikipedia) an.
Neben dem Gin „Goldjunge“, der seinen Namen passend zum Herkunftsort des Erfinders, der Goldstadt Pforzheim, erhielt (die PZ berichtete), können Kunden; und zwar eben nicht nur Männer, wie der Name vermuten lässt, sondern auch Frauen genussvoll Klamotten, eine Flasche Gin, Wein oder andere Spirituosen einkaufen und danach eine Pause vom Alltag im Untergeschoss auf gemütlichen Bänken und Sofas nehmen.
Auf die Idee, unter dem Begriff „Concept Store“ verschiedene Bereiche im Einzelhandel miteinander zu vereinen, im konkreten Fall Mode und Alkohol/Getränke kam Armbruster durch seine Herkunft. Seine Eltern hatten einen Getränkefachmarkt und so hatte auch er frühzeitig ein Gespür für besondere Getränkearten, wollte zugleich aber bewusst etwas Anderes machen und Neues entwickeln. Gerade deshalb brachte Armbruster Ende 2015 seinen Gin, den „Goldjungen“, auf den Markt. Auf diesem Event lernten sich seinerzeit er und Goedecke kennen.
Seit dem 13. Oktober 2017 hat der Concept Store der beiden geöffnet. Männer und Frauen, „angefangen von hippen Teens bis hin zu modebewußten Damen und Herren, also allen denen, die Alkohol trinken dürfen und wollen“, wie Armbruster sagt, strömen Tag für Tag in seinem Laden ein und aus. Jan Armbruster benennt das Konzept ganz einfach in drei Worten: „Konzipieren, umsetzen und Spaß haben.“ Der Name „Stoff und Schnaps“ steht dabei sinnbildlich für Klamotten und Alkohol, wie Armbruster sagt.
Vielen springe diese Bezeichnung direkt in den Kopf, sie passe perfekt zur Art des Stores und zu dem, was Armbruster und sein Partner ausdrücken möchten, wie er zusammenfasst. Genauso interessant wie das Konzept des Stores ist auch die Biographie der beiden Gründer. Jan Armbruster hat im dualen Verfahren Betriebswirtschaftlehre (BWL) und Bankwesen studiert und war zuvor Fluglotse.
Onlineshop im Aufbau
Maurice Goedecke hatte Kaufmann im Groß- und Außenhandel gelernt, dann jeweils ein Abendstudium zum Handelsfachwirt und eins zum Betriebswirt (hier: Schwerpunkt Marketing) absolviert. Er war zuvor schon fast 10 Jahre in der Schmuckbranche tätig. Beiden gemeinsam ist, weswegen sie auch Pforzheim als ihren Standort ausgewählt haben, dass sie beide aus Pforzheim stammen und ihrer Heimatstadt, die sich ihrer Ansicht nach sowieso im Aufschwung befindet, einfach etwas zurück geben wollen, wie Jan Armbruster betont. Beide arbeiten gerade an einem Online-Shop, zumindest für die Produkte, die sie selbst herstellen, zum Beispiel eigene Liköre oder andere alkoholische Getränke. Als Nächstes möchten beide, im Team zusammen mit ihren beiden Aushilfen, zum Beispiel zwei bis drei Alkoholableger zusätzlich zu ihren Hausmarken wie „Mango Unchained“ herausbringen und zusätzlich zu ihren bisherigen im Laden vorhandenen hochpreisigen Klamotten eigene Kleidungsstücke herstellen.


