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Heutiger Firmensitz auf der Wilferdinger Höhe.  Foto: Privat 

Creditoren-Verein (CV) seit 125 Jahren im Dienste des Gläubigerschutzes der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie

Pforzheim. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts entstand die Idee einer Interessenvertretung zum Schutz der Schmuck und Uhren produzierenden Industrie in Pforzheim. „Die Bijouterieindustrie beklagte schon damals, dass manche ihrer Abnehmer Rechnungen nur zögerlich beglichen“, sagt Geschäftsführer Matthias Wolf im Gespräch mit der PZ.

Seit 125 Jahren berät und begleitet der Creditoren-Verein Pforzheim (CV) seine Mitglieder rund um die Themen Risikominimierung und Zahlungsausfälle. Heute stehe der Name für branchenspezifische Lösungen in allen Bereichen des nationalen und internationalen Gläubigerschutzes. Der CV mit Sitz in Pforzheim versteht sich als Branchenspezialist im Bereich des Gläubigerschutzes. Überwiegend betreut der CV die Branchen Schmuck und Uhren, Präzisionstechnik und Mikroelektronik, aber auch branchenfremde Unternehmen. Dank seines internationalen Partnernetzwerks ist der Verband für seine Mitglieder weltweit tätig. Seit 2009 ist der CV auf der Wilferdinger Höhe in Pforzheim zu finden. Über die eigene Rechtsabteilung hinaus, die im Bereich des Gläubigerschutzes berät, biete der CV seinen Kunden auch eine erweiterte Rechtsberatung im Zivil- und Wirtschaftsrecht an.

Am 6. Juni 1894 kamen die Pforzheimer Bijouteriefabrikanten zu einer Gründungsversammlung zusammen. Die Anwesenden verständigten sich auf den Namen „Creditoren-Verein der Gold- und Silberwarenindustrie“, wobei der CV bald weitere Branchen einbezog. Schon innerhalb des ersten Jahres sicherten die Pforzheimer Firmen 85 Prozent ihrer getätigten Geschäfte im Voraus durch Auskünfte ab, und auch von andernorts nahm man die Dienstleistung gerne in Anspruch. 1897 verlieh ein Edikt des Großherzoglichen Staats-Ministeriums dem CV Körperschaftsrechte. Seither trägt der CV die Rechtsform „Körperschaft des öffentlichen Rechts“.

Der Bombenangriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945 hatte nicht nur den Geschäftssitz des CV ausgelöscht, mühsam zusammengetragene Akten waren verbrannt. In der ersten Mitgliederversammlung nach dem Krieg im Juli 1948 beschloss man, den CV nach den alten Grundsätzen wiederzubeleben. Schon bald konnte die Auskunftei, in die das gesamte europäische Ausland einbezogen war, wieder aktiv werden. Neue Geschäftsfelder kamen in den 1960er-Jahren hinzu, als Versicherungsfragen immer bedeutender wurden. Seit Mitte der 1990er-Jahre biete der CV als erste Online-Auskunftei Deutschlands seinen Mitgliedern ein weiteres effektives Instrument, um Risiken zu minimieren.

Die Zukunft im Blick

„Wir sind bestrebt uns immer wieder an die Bedarfsstrukturen unserer Mitglieder anzupassen und stets als verlässlicher Partner zur Seite zu stehen“, sagt Wolf.

Weitere Informationen und ein Gewinnspiel zum CV finden Sie unter www.cvp.de.