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Robert Jaeger
Robert Jaeger
14.11.2017

Creditorenverein Pforzheim hat sich neu aufgestellt

Pforzheim. Alle vier Jahre lädt die Gläubigerschutzorganisation Creditoren Verein (CV) Pforzheim ihre Mitglieder – aktuell aus dem Wirtschaftsstandort Pforzheim 200 Unternehmen – zur Mitgliederversammlung. Bei der im Jahr 2013 hatte man eine To-do-Liste erstellt. Konzentration auf die Kernkompetenzen, Ausweitung der Branchen, mehr Transparenz und Offenheit beim Austausch der Gremien, um den CV wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen – das waren damals die Forderungen. „Wir haben daraufhin erst einmal alles auf den Prüfstand gestellt und uns interne wie externe Ziele gesteckt“, erklärt Geschäftsführer Matthias Wolf.

Sein Geschäftsbericht veranschaulicht die Veränderungen der vergangenen vier Jahre: Man hat die Prozesse optimiert, das Erscheinungsbild neu gestaltet, den Mitgliedsbeitrag als „Guthaben“ zur Nutzung von Leistungen eingesetzt und damit einen Mehrwert für die Mitglieder geschaffen.

Dazu zählen viele Unternehmen der Schmuck- und Uhrenindustrie, seit der Gründung des CV im Jahr 1894 die Schlüsselbranche. Daneben betreut der CV heute auch Firmen anderer Pforzheimer Branchen wie Präzisions- und Medizintechnik. Der Fokus liegt auf den drei Kernbereichen Forderungen, Informationen und Recht.

Seit Mai 2015 gibt es eine erweiterte Auskunftei, die „auf Multimillionen Informationen zurückgreift“, wie Matthias Wolf sagt. Mitglieder können damit online und in Echtzeit Firmenauskünfte abrufen, mit der neuen Auslandsauskunftei demnächst auch in Echtzeit international.

Der CV schreibt inzwischen wieder schwarze Zahlen und konnte seine Liquidität ausbauen. Ein weiterer Aspekt des Geschäftsberichts: die Entwicklung der Schmuck- und Uhrenbranche. Die Bilanz für das Jahr 2016 ist durchwachsen. Während die Insolvenzzahlen sinken und der Umsatz im Uhrensektor leicht steigt, ist bei der Zahlungsmoral Luft nach oben, und der Umsatz bei Schmuck, Gold- und Silberschmiedewaren geht im Vorjahresvergleich leicht zurück.

Für das CV-Team ist das Jahresergebnis 2016 mit einer Realisierungsquote von 82 Prozent im In- und 66 Prozent im Ausland positiv. Und ein Blick aufs laufende Jahr zeige, dass der Creditoren-Verein weiter an Verbesserungen feilt und damit seinen Kurs fortsetzt, betonte Geschäftsführer Wolf.

www.cvp.de