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Augenoptikerin Iris Stäblein demonstriert Landrat Karl Röckinger (Zweiter von links), Oberbürgermeister Frank Schneider (rechts) und WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer (links) High-Tech-Geräte für die Augendiagnostik. Foto: Kollros
Augenoptikerin Iris Stäblein demonstriert Landrat Karl Röckinger (Zweiter von links), Oberbürgermeister Frank Schneider (rechts) und WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer (links) High-Tech-Geräte für die Augendiagnostik. Foto: Kollros
29.11.2017

Deutsche Augenoptik AG ist gefragter Lieferant von Diagnosesystemen und Gläsern

Mühlacker. Während rund sechs Jahrzehnten war die Firma Filitz/Metzler in Mühlacker ein Begriff für die Herstellung von Brillenfassungen. Der Name ist verschwunden, aber ein sich gewandeltes Nachfolge-Unternehmen als Lieferant von Optiker-Fachgeschäften hingegen präsent – seit Anfang 2016 firmierend als Deutsche Augenoptik AG. Gestern war das Unternehmen mit seiner wechselvollen Geschichte letztmalig Ziel eines Firmenbesuchs des scheidenden Enzkreis-Landrats Karl Röckinger.

Mit knapp über 100 Mitarbeitern beliefert die Deutsche Augenoptik unabhängige Optik-Fachgeschäfte mit Brillengläsern, die von Partnerunternehmen vorwiegend in Deutschland und dem EU-Ausland produziert werden, sowie mit hochwertiger Geräteausstattung für Augenuntersuchungen. Als Flaggschiff dabei dürfte die vollelektronische Refraktionstechnik „PolaSkop 3D“ zur Bestimmung von Fehlsichtigkeit mittels dreidimensionaler Bildgebung gelten.

Aber auch Geräte zur Messung des Augendrucks gehören zum Portfolio, des Filitz-Nachfolge-Unternehmens. Über 5000 Fachgeschäfte allein in Deutschland würden zu den Kunden des Mühlacker Unternehmens zählen.

„Wir sind ein Begriff in der Branche“, sagt Vorstand Johannes Hoffmann. Etwa dadurch, dass die Augenoptik AG Ladeneinrichtungen und Equipment für Optiker-Fachgeschäfte mit einer Null-Prozent-Finanzierung bereitstelle. Dabei laute der Auftrag der Eigentümer-Familien, eine Rendite zu erwirtschaften, diese freilich sei „maß- und verantwortungsvoll“. Und ein weiterer Eckpfeiler der Geschäftsphilosophie: den Mitarbeitern ein „attraktiver Arbeitgeber“ zu sein. Was wiederum die Kunden als Mehrwert zu spüren bekämen. „Annähernd 40 Prozent unserer Belegschaft sind ausgebildete Augenoptiker“, teils mit Meisterqualifikation, teils auch mit abgeschlossenem Bachelor-Studium.

In „turbulenten Jahren“ in den 1990ern war die Vertriebsgesellschaft Metzler MailShop gegründet worden. Im Bestreben, mit dem Begriff „Augenoptik“ in Mühlacker wieder präsent zu sein, sei vor zwei Jahren die Firmierung geändert worden. Der langjährige Geschäftsführer Wehmeyer übernahm den Vorsitz im Aufsichtsrat. Als Vorstände wurden Verena Burghardt, Johannes Hoffmann und Stefan Rüdiger berufen.