nach oben
Stehen dem Kunden mit modernsten Maschinen und einem schnellen und präzisen Herstellungsverfahren zur Verfügung (von links): priomold-Geschäftsführer Thomas Schönbucher und Moritz Zumdick, der Technische Leiter des Unternehmens. Foto: Warzecha
Stehen dem Kunden mit modernsten Maschinen und einem schnellen und präzisen Herstellungsverfahren zur Verfügung (von links): priomold-Geschäftsführer Thomas Schönbucher und Moritz Zumdick, der Technische Leiter des Unternehmens. Foto: Warzecha
Hat die Maschinen und deren Technik stets im Blick: Moritz Zumdick vor einer Fünf-Achs-Fräsmaschine. Foto: Warzecha
Hat die Maschinen und deren Technik stets im Blick: Moritz Zumdick vor einer Fünf-Achs-Fräsmaschine. Foto: Warzecha
10.11.2017

Die Existenzgründer: „Erfolg ist kein Selbstläufer“

Birkenfeld. Für das Motto und die berufliche Philosophie „Wenn der Kunde keine Sorgen haben oder keine Probleme lösen möchte, machen wir das für ihn. Wir sorgen dafür, dass der Kunde zufrieden ist und sich wenig um das, was er uns in Auftrag gibt, kümmern muss“, stehen die Mitarbeiter der Birkenfelder priomold GmbH. Die Idee zur Gründung der Firma hatten Moritz Zumdick, der technische Leiter des Unternehmens, und Thomas Schönbucher, Geschäftsführer, bereits Anfang 2014. Gegründet haben die beiden ihre Firma dann im Januar 2015, quasi als „schöner Übergang vom Studienbetrieb hinein ins praktische Berufsleben“, hin also vom Studium der Luft- und Raumfahrttechnik und dem Maschinenbau direkt in den Betrieb, wie beide im Credo sagen.

Was sich mit dem Ausdruck der Kundenzufriedenheit erst einmal recht einfach und einleuchtend anhört, hat Hand und Fuß und eine durchdachte Struktur. Die Firma steht für die Herstellung von Spritzgußteilen für Prototypen, Vorserien und entsprechenden Kleinserien. Allein im vergangenen Jahr haben die Gründer sieben neue Mitarbeiter eingestellt. Insgesamt gibt es im Team zwei Geschäftsführer, die parallel dazu die Firmengeschicke leiten, eine Mitarbeiterin in der Auftragsabwicklung und Administration, vier Mitarbeiter in der Konstruktion und im Fräsen, drei im Werkzeugbau. Im Spritzguss-Bereich arbeiten zwei der Mitarbeiter. Ein weiterer Mitarbeiter ist für den Versand und die Qualitätssicherung zuständig. Schüler und zwei Aushilfskräfte erledigen kleinere anstehende Arbeiten.

Die Firma bietet ihren Kunden aus der Industrie ein sogenanntes Rundum-sorglos-Paket an, das ein individuelles Leistungsportfolio umfasst, das ganz auf den Kunden ausgerichtet ist. Die Mitarbeiter arbeiten zusammen mit ihren Kunden am Produkt. Wodurch sich die Firma von ihren Mitbewerbern abhebt, ist das sogenannte „Rapid Tooling“-Verfahren, das sich nach Aussagen der Mitarbeiter durch einen „schnellen, sehr schnellen Werkzeugbau“ auszeichnet. Schnell in dem Sinne funktioniert also insgesamt der Ablauf, von der Bestellung und der Auftragserteilung des Kunden hin bis zum fertigen Produkt. Die Kunden liefern einen 3D-Datensatz des Kunststoffteils bei den Gründern ab. Bis zum fertigen Kunststoffteil vergehen, wenn nötig, nur wenige Werktage. Eine Standard-Projektlaufzeit beträgt drei bis vier Wochen.

Zur Herstellung der Kunststoffteile werden das entsprechende Kunststoffgranulat und die beiden von priomold hergestellten Werkzeughälften benötigt. Die Unternehmer produzieren „immer wieder Bauteile, die man nicht an jeder Ecke herstellen lassen kann“, wie sie sagen. Ein Totenkopf aus weißem Kunststoff tanzt innerhalb der Produktpalette aus der Reihe. „Generell bekommen wir eher emotionsfreie Anfragen für technische Bauteile“, sagt Schönbucher. In diesem Fall symbolisiert der imposante und furchteinflößende Totenkopf den extremen Schärfegrad einer Grillsauce, welche dem Genießer schon bei einer Fingerspitze voll des Genusses die Tränen in die Augen treibt und als solche die schärfste Sauce darstellt, die es im Einzelhandel zu kaufen gibt.

Das eigentlich Schnelle, für das die Mitarbeiter der Firma schon in ihrem Firmenslogan werben, ist die kurze Dauer des Herstellungsverfahrens des Werkzeugs – wie die Form im Fachjargon genannt wird – aus dem das anschließende Bauteil geformt wird. Dieses entstünde dann schon einmal in zwei, drei Wochen, statt, wie bei anderen Herstellern üblich, erst innerhalb von zwei Monaten.

In drei Adjektiven beschrieben gestalten sich ihre Unternehmenswerte daraus: „Dem Kunden möglichst schnell ein möglichst gutes, möglichst effizientes Produkt zu bieten.“

Was macht für die Gründer ein gutes Team aus? „Am Ergebnis bemessen funktioniert alles gut, wenn ein Team zur Gesamtleistung des Projektes beiträgt. Gut ist es, wenn alles wie geplant durchgeführt und zu Ende gebracht werden kann“, so Schönbucher. Was geben die beiden Unternehmer anderen Gründern mit?

„Man sollte sich nichts darin vormachen, von wegen, dass Erfolg ein Selbstläufer ist und man selbst die Fäden in der Hand behält. Man muss auf sich gucken, sollte versuchen, sich auf Lösungen zu konzentrieren statt auf Probleme.“ Auch mit der Gründungsförderung der IHK sind Schönbucher und Zumdick vollauf zufrieden.

www.priomold.de