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Der Doduco-Hauptsitz im Pforzheimer Altgefäll ist von einem massiven Personalabbau bedroht.  Foto: Ketterl 

Doduco will 200 Stellen streichen - IG Metall will um Arbeitsplätze kämpfen

Sichere Arbeitsplätze mit langfristigen Perspektiven sind laut Geschäftsführer Hans-Joachim Dittloff das Ziel eines Entwicklungsprogramms für Doduco. Doch zunächst bedingen die geplanten Umstrukturierungen den Abbau von rund 200 Arbeitsplätzen. Der neue Chef hatte am Mittwoch die unangenehme Aufgabe, Mitarbeiter und Betriebsrat über den geplanten Personalabbau beim Pforzheimer Traditionsunternehmen zu informieren.

Gleichzeitig kündigte er Investitionen in das Werk an. „Wir stehen zum Standort Pforzheim“, sagte Dittloff im Gespräch mit der PZ. Zusätzliche Teile der Produktion würden zukünftig aber an anderen Doduco-Standorten außerhalb Deutschlands ausgeführt. Doduco hatte vor zwei Jahren in China eine moderne Produktionsstätte aufgebaut.

Allerdings ist aus Sicht der Geschäftsführung der Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland „leider unvermeidlich“. Das habe Dittloff auch dem Pforzheimer Betriebsrat erläutert. Der will sich zunächst mit den Kollegen in Sinsheim austauschen.

Von einem Personalabbau will die IG Metall in einer ersten Stellungnahme nichts wissen. „Wir werden um jeden Arbeitsplatz bei Doduco kämpfen“, sagte Erster Bevollmächtigter Martin Kunzmann. Zunächst müssten konkrete Zahlen auf den Tisch, die würden dann im Auftrag der IG Metall von einem Sachverständigen analysiert. Man müsse alle Alternativen zu einem Personalabbau prüfen. Offenbar habe Doduco seit Jahren ein Absatzproblem bei bestimmten elektrischen Kontakten.

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