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Spannende Einblicke: René Kühnemund, Mitglied der Geschäftsleitung von IMO, Pforzheims OB Peter Boch, Kay Müller, Mitglied der Geschäftsleitung, WSP-Direktor Oliver Reitz und IMO- Geschäftsführer Bernd Müller (von links). Foto: IMO
Spannende Einblicke: René Kühnemund, Mitglied der Geschäftsleitung von IMO, Pforzheims OB Peter Boch, Kay Müller, Mitglied der Geschäftsleitung, WSP-Direktor Oliver Reitz und IMO- Geschäftsführer Bernd Müller (von links). Foto: IMO
01.03.2019

Ein Unternehmen auf Expansionskurs: OB Boch zu Besuch beim Oberflächenspezialist IMO

Pforzheim/Königsbach-Stein. Gerade mal zwei Tage ist es her, dass Nachbarn des Gewerbegebiets „Südlich des Hochberg“ in Pforzheim Kritik über die Ansiedlung von IMO in der PZ äußerten. Nun erhielten Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch und WSP-Direktor Oliver Reitz am Donnerstag bei einer Firmenführung Einblick in die Welt der Oberflächentechnik bei IMO in Königsbach-Stein.

Sie zeigten sich beeindruckt über die Dimensionen sowie die Sauberkeit des hochmodernen Galvanikbetriebs, der sich in den nächsten Jahren mit einem zusätzlichen Standort auch in der Goldstadt ansiedeln wird.

Der Geschäftsführer von IMO, Bernd Müller, sieht beim Bauvorhaben Potenzial für die Goldstadt: „Heutzutage kommt niemand mehr an Oberflächentechnik vorbei. Ob im Auto oder auch Smarthome, überall sind beschichtete Kontakte in großer Vielzahl verbaut.“ Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Veredelung von Stanz- und Vollbändern sowie auf Einzelteile für die Automobilindustrie, Telekommunikation sowie Elektronik. Dazu gehören auch die Zukunftsbranchen wie das Internet der Dinge (IoT) oder die e-Mobilität.

Vater und Söhne gemeinsam

Seit Anfang 2018 sind die beiden Söhne Armin und Kay Müller mit in der Geschäftsleitung tätig und steuern gemeinsam mit ihrem Vater die Geschäfte der IMO Oberflächentechnik GmbH, die rund 500 Kunden aus Deutschland und europäischen Ländern beliefert.

Aufgrund der guten Auftragslage wurden 2018 rund 100 neue Mitarbeiter eingestellt, dies entspricht einem Zuwachs von nahezu 20 Prozent. Insgesamt arbeiten bei IMO inzwischen 480 Mitarbeiter, darunter 26 Auszubildende in unterschiedlichsten Berufen. Die Weichen für weiteres Wachstum sind gestellt. Um hierfür den nötigen Raum zu haben, sicherte sich Müller rechtzeitig eine Gewerbefläche in Pforzheim-Nord. Hier soll ab 2020 eine Betriebsstätte für den Geschäftsbereich Einzelteile entstehen.

Doch der im vergangenen Jahr mit der Stadt Pforzheim getroffene Plan stößt bei den direkten Nachbarn und der Nachbargemeinde Kieselbronn auf Unverständnis. Sie fürchten, dass der Weltmarktführer nicht zum „nachhaltigen Gewerbegebiet“ passe, wie es sich die Stadt wünscht.

Sorge bereiten der IMO-Führungsriege der fehlende Nachwuchs und der Fachkräftemangel. Um diesem entgegenzuwirken, setzt IMO auf ein selbst entwickeltes Einarbeitungs- und Schulungsprogramm: die IMO-Akademie. Das Ziel sei, neuen Mitarbeitern und Auszubildenden eine optimale Einarbeitung und kontinuierliche Qualifizierung anbieten zu können. Im vergangenen Jahr startete zudem das Pilotprojekt „IMO Talent“, das eine fachspezifische Einarbeitung in die Oberflächenbeschichtung bietet. WSP-Direktor Reitz sicherte in diesem Zusammenhang zu, „den Ausbau der Busverbindung nach Pforzheim Nord noch besser zu gestalten, damit für Auszubildende eine gute Verbindung gewährleistet ist“.