Engelsbrand. Er war einer der Impulsgeber für die Gründung der Inhorgenta in München. Seit 1973 saß Dr.-Ing. Manfrid Dreher mehrere Jahre im Fachbeirat der internationalen Messe für Schmuck und Technologie und fungierte anschließend auch als Fachbeirats-Vorsitzender. Am vergangenen Freitag ist der Engelsbrander Unternehmer, Technologie-Pionier und langjährige Firmenchef der Dr. Ing. Manfrid Dreher GmbH & Co. KG im Alter von 91 Jahren gestorben.
Mit der Gründung seines Unternehmens für Gleitschleifanlagen und Verfahrenstechnik im Jahr 1956 legte Dreher auch den Grundstock für den Aufbau und die Weiterentwicklung der dazugehörenden Technologie. Damals lag der Firmensitz noch in Pforzheim-Büchenbronn, bis 1964 der Umzug in das neu gebaute Domizil nach Engelsbrand erfolgte.
Ende der 70er-Jahre expandierte der Unternehmer auch in die USA und eröffnete in Attleboro/Massachusetts eine Firmen-Niederlassung. Ab 1994 beschäftigte sich das Engelsbrander Unternehmen vor allem mit der Entwicklung moderner Tellerfliehkraft- und Schleppfinishanlagen. Einen international guten Ruf auf seinem Fachgebiet erwarb sich der Firmenchef auch durch mehrere Patente.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit widmete sich Manfrid Dreher als CDU-Gemeinderat auch intensiv der Kommunalpolitik in Engelsbrand. Dem Kreistag gehörte er mit Unterbrechungen von 1975 bis 1989 an. Im Jahr 1982 erhielt der Unternehmer von Bundespräsident Karl Carstens das Bundesverdienstkreuz am Band verliehen. Ein Jahr später wurde er von der IHK Nordschwarzwald mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet.
Für öffentliche Aufregung und reichlich Unmut in den Reihen der CDU sorgte Dreher derweil Anfang der 90er-Jahre, als er dem umstrittenen britischen Autor, Geschichtsrevisionisten und Holocaust-Leugner David Irving (77) in einer Büchenbronner Gaststätte eine Bühne für seine Ansichten bot.
Die Trauerfeier findet am kommenden Montag, 13. Juli, um 15.30 Uhr auf dem Hauptfriedhof Pforzheim statt.

