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Wolfgang Daum leitete die Sparkasse 18 Jahre lang. Ketterl/PZ-Archiv
Wolfgang Daum leitete die Sparkasse 18 Jahre lang. Ketterl/PZ-Archiv
Pforzheimer Wahrzeichen: „Daum- Tower“ und Bezirksamtsturm.
Pforzheimer Wahrzeichen: „Daum- Tower“ und Bezirksamtsturm.
20.05.2016

Früherer Sparkassenchef Wolfgang Daum wird 75 Jahre alt

Er lenkte die Geschicke der heutigen Sparkasse Pforzheim Calw länger, als Helmut Kohl Bundeskanzler war, verantwortete 2003 die Vereinigung der Stadt- und Kreissparkasse Pforzheim mit der Kreissparkasse Calw, prägte das „Schmuckwelten“-Projekt und ist, zumindest im Sprachgebrauch, gar der Namenspate des Büroturms der Sparkasse, des „Daum-Tower“:

Am Freitag feiert Wolfgang Daum seinen 75. Geburtstag. Der Sparkassendirektor hat Pforzheim und die Region jahrzehntelang mit gestaltet.

Steile Karriere

Die Karriere des Finanzprofis, die mit den 18 Jahren Sparkassen-Vorstandsvorsitz von 1987 bis 2005 einen ungewöhnlich langen Höhepunkt hatte, verlief steil: 1941 im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach geboren, absolvierte Daum nach der Schule eine Lehre bei der Kreissparkasse, woran sich Fachlehrgang und ein Studium der Betriebswirtschaftslehre in Mainz anschlossen. 1967 kam er als Gruppenleiter im Kreditgeschäft in die Goldstadt, wurde ein Jahr später Stellvertreter eines Vorstandsmitglieds. 1978 wurde er, noch keine 40 Jahre alt, dann selbst in die Führungsriege gewählt, der er ab 1987 als Nachfolger von Ernst Wagener vorsaß.

Zugleich hat Daum die Konjunkturkrisen erlebt, die in den 1990er-Jahren die regionale Wirtschaft erschütterten. Er sei kein „Schönwetterkapitän“ gewesen, fasste er seine 38 Jahre bei der heute größten Sparkasse im Südwesten einmal zusammen. Stetigkeit, Berechenbarkeit und Zuverlässigkeit, die er zu seinem vergangenen runden Geburtstag als Richtschnur nannte, scheinen sich bewährt zu haben: Daums berufliches wie gesellschaftliches Engagement stieß auf breite Anerkennung. Er wurde zum Ehrensenator der Hochschule ernannt, erhielt die Sparkassenmedaille ebenso wie das Bundesverdienstkreuz.

Weiterhin engagiert

Auch ein gutes Jahrzehnt nach seinem Eintritt in den Ruhestand engagiert sich der verheiratete Vater zweier Söhne und Großvater in zahlreichen Aufsichts- und Beiratsgremien der Wirtschaft, etwa bei der Pforzheimer Bau und Grund. Auch im Ehrenamt ist der 75-Jährige, der weiterhin einen Blick auf die Entwicklung der Stadt hat, zu Hause – und auch dort bringt er sich langfristig ein. 23 Jahre lang stand er etwa dem Golfclub Pforzheim Karlshäuser Hof vor, ehe er 2014 an die heutige Präsidentin Hannelore Zachmann abgab. pm/hak