Anerkennung für Reinhold Scheible, der nach 30 Jahren als Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Bauschlott ausschied. Von links: Vorstand Götz L. Machtolf, Aufsichtsrat Rainer Prokosch, Reinhold Scheible, Lothar Schmid vom Genossenschaftsverband, Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Elsäßer und Vorstand Jan A. Dressle. Foto: Dietrich
Wirtschaft
Fünf Prozent Dividende: Raiffeisenbank Bauschlott bewahrt Unabhängigkeit
  • Peter Dietrich

Neulingen/Bauschlott. „Unsere Bank hat derzeit 905 Mitglieder. 23 Männer, Frauen und Kinder sind 2014 dazugekommen“, erläuterte Bankvorstand Götz L. Machtolf bei der Generalversammlung der Raiffeisenbank Bauschlott in der Gräfin-Rhena-Halle. Sein Vorstandskollege Jan A. Dressle sprach in seinem Bericht an, dass auch die Raiffeisenbank Bauschlott die Niedrigzinspolitik belaste. „Die Zinsspanne, unsere wichtigste Ertragssäule, schmilzt leider viel zu schnell dahin.“

Die Bilanzsumme sei im Jahr 2014 mit 36,6 Millionen Euro stabil geblieben. Das galt auch für das Einlagengeschäft (32,1 Millionen). „Sie sehen: Die Kunden vertrauen uns weiterhin.“ Dies ermutige, das Geschäftsmodell der Kundennähe und des Bekenntnisses zur Region konsequent weiterzuführen. 2014 konnten wir neue Kredite über insgesamt 2,6 Millionen Euro an unsere Kunden und Mitglieder bewilligen.“ Insgesamt beläuft sich das Kreditgeschäft auf 16,3 Millionen Euro. Der Bilanzgewinn von 52797 Euro ermöglicht eine Dividende von fünf Prozent sowie die Einstellung von jeweils 10 000 Euro in die gesetzliche und in andere Ergebnisrücklagen.

„Mit der Reduzierung des Dividendensatzes von sechs auf fünf Prozent ist die Verwaltung der Ansicht, dass wir zum einem der rückläufigen Ertragsentwicklung und zum anderen auch den Renditewünschen unserer Mitglieder Rechnung tragen,“ führte Dressle aus. Die Mitglieder stimmten sowohl der Verwendung des Jahresüberschusses als auch der Senkung der Dividende um ein Prozent zu.

Der seit einem Jahr amtierende Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Elsäßer, der erstmals in dieser Funktion seinen Bericht vortrug, gab auch eine Stellungsnahme seines Gremiums über die 2014 geplante und am Votum der Mitglieder gescheiterten Fusion mit der Volksbank Stein Eisingen eG ab. Dessen Ziele waren vor allem der Erhalt einer Bank vor Ort mit hoher Kundennähe und möglichst hoher Entscheidungskompetenz.