Pforzheim. Die Stadtwerke Pforzheim (SWP) reagieren auf die aktuell veröffentlichten Gaspreisvergleiche für Pforzheim und zeigen, warum Tarif, Vertragsmodell und Preisbestandteile gemeinsam betrachtet werden müssten. Am Montag wurde eine Analyse des Vergleichsportals Verivox veröffentlicht. Erdgas soll demnach in Pforzheim am teuersten sein.
Die Produkttarife der SWP seien deutlich günstiger als die Gasversorgung, so die SWP in einer Pressemitteilung. Ein Vergleich allein anhand eines angenommenen Jahresverbrauchs greife deshalb zu kurz. Maßgeblich seien vielmehr der gewählte Tarif, die Vertragslaufzeit und die Berechnungsmethode.


Gas wird in Baden-Württemberg deutlich teurer - vor allem in Pforzheim
Wie Verivox gegenüber den SWP erläutert habe, bilde der für Pforzheim veröffentlichte Wert weder allein die Gasversorgung noch ausschließlich die Tarife der SWP ab. Der sogenannte „Haushaltspreis“ setze sich aus mehreren Angeboten zusammen: Die örtliche Gasversorgung fließe mit 16 Prozent ein, der günstigste Tarif der örtlichen Gasversorgung mit 32 Prozent und die Angebote überregionaler Wettbewerber mit 52 Prozent. Nach Angaben von Verivox orientiere sich diese Gewichtung an der bundesweiten Tarifstruktur der Haushaltskunden, so die SWP.
Mehr als die Hälfte des Vergleichswerts beruhe damit auf Angeboten überregionaler Wettbewerber. Aus dem veröffentlichten Wert lasse sich daher nicht ableiten, dass Pforzheim die teuerste Gasversorgung in Baden-Württemberg hat. Laut Verivox ist das nicht der Fall, so die SWP. Der Wert entstehe vielmehr durch die gemeinsame Betrachtung unterschiedlichster Tarife und deren Gewichtung.
Auch bei den SWP gebe es verschiedene Tarifmodelle. Insbesondere die Produkttarife würden deutlich unter dem Preis der Gasversorgung liegen. Je nach Produkt unterscheiden sich außerdem Preisgestaltung und Vertragslaufzeit. Deshalb könnten Haushalte mit demselben Jahresverbrauch unterschiedliche Kosten haben. Ein pauschaler Vergleich mit einem einheitlichen Musterverbrauch bilde die tatsächliche Vertragssituation nur eingeschränkt ab, heißt es weiter in der Pressemitteilung.
Der Gaspreis bestehe zudem aus mehreren Bestandteilen. Dazu zählten die Kosten für Beschaffung und Vertrieb, die Netzentgelte sowie Steuern, Abgaben und Umlagen. Einen Teil dieser Kosten können Energieversorger nicht unmittelbar beeinflussen.
Die SWP beobachte die Energiemärkte und alle relevanten Kosten fortlaufend. Sie biete ihren Kundinnen und Kunden verschiedene Tarife für unterschiedliche Bedürfnisse. So können diese ein Modell wählen, das zu ihrem Verbrauch und ihrem Wunsch nach Preis- und Planungssicherheit passe. Die SWP legen dabei Wert auf eine transparente und nachvollziehbare Preisgestaltung.

