Wohnungsbau in Deutschland
Wohneigentum in Deutschland bleibt teuer. (Symbolbild)
Julian Stratenschulte/dpa
Wirtschaft
Immobilienpreise steigen 2025 erstmals seit drei Jahren: So ist die Lage in Pforzheim und dem Enzkreis

Die Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland haben zugelegt. Im vierten Quartal 2025 lagen die Preise für Wohnimmobilien hierzulande durchschnittlich um 3,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Damit stiegen die Wohnimmobilienpreise in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum fünften Mal in Folge verglichen mit dem jeweiligen Vorjahresquartal. 

Gegenüber dem Vorquartal erhöhten sich die Preise um 0,1 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2025 lagen die Immobilienpreise um 3,2 Prozent über dem Vorjahr. Damit stiegen sie erstmals seit 2022 wieder an, nachdem sie 2023 und 2024 gesunken waren. 

In Pforzheim kostete eine Eigentumswohnung im Jahr 2024 durchschnittlich 3070,77 Euro je Quadratmeter. Bis 2035 wird eine jährliche Preisentwicklung von +0,8 Prozent prognostiziert. Damit liegt der Preis über dem bundesweiten Durchschnitt von 2886,85 Euro je Quadratmeter. Der Enzkreis ist deutlich näher an dem Durschnitt als Pforzheim: Hier kostete eine Eigentumswohnung durchschnittlich 2876,08 Euro je Quadratmeter, wobei eine Steigerung von einem Prozent erwartet wird.

2023 sahen die Zahlen ähnlich aus: Damals kostete eine Wohnung im Enzkreis durchschnittlich 2967,18 Euro pro Quadratmeter. Das waren 9,7 Prozent weniger als im Vorjahr. In Pforzheim sind es durchschnittlich 3054,66 Euro pro Quadratmeter gewesen und somit 4,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Preise auf dem Land ziehen an 

Im vierten Quartal 2025 kosteten Wohnimmobilien in allen Regionen Deutschlands im Schnitt mehr als im Vorjahresquartal. Für Eigentumswohnungen zahlten Käuferinnen und Käufer im vierten Quartal 2025 in ländlichen Kreisen 5,4 Prozent und in kreisfreien Großstädten 4,8 Prozent mehr als im vierten Quartal 2024. In den sieben größten Städten Deutschlands - Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf - mussten Wohnungskäufer im Schnitt 2,1 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresquartal.

Gegenüber dem Vorquartal entwickelten sich die Preise regional unterschiedlich. Während sie in Großstädten und Metropolen sanken (-1,6 Prozent), zogen sie in ländlichen Regionen an (+2,6 Prozent).

© dpa-infocom, dpa:260325-930-863059/1

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