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Aus 14 Interessensgebieten können die Nutzer in der App mit dem Namen „Städtetag BW“ wählen. Foto: Meyer

Innovative App aus Pforzheim vereint 189 Gemeinden

Pforzheim. Bei Apple: Fünf von fünf Sternen. Bei Android: Fünf von fünf Sternen. Die ersten Bewertungen für die neue App des Städtetags Baden-Württemberg zeigen, dass viele Bürger, aber vor allem auch kommunale Mitarbeiter auf ein solches Angebot gewartet haben: Eine App, die die sozialen Kanäle der 189 Mitgliedsstädte auf Facebook, Twitter und Youtube vereint. Eine App, die zeigt, was welche Stadt in so wichtigen Themengebieten wie die Digitalisierung, Klimaschutz und Nahverkehr vorhat. Und eine App, die ohne Innovationskraft made in Pforzheim nicht denkbar gewesen wäre.

So dürfte vielen Menschen in der Region die Logik und Optik der kostenlosen App – runde Blasen, die die vom Nutzer bevorzugten Themengebiete anzeigen – bekannt vorkommen: von „Sobble“, der Social-Media-App, die die „Pforzheimer Zeitung“ gemeinsam mit den Pforzheimer Softwareentwicklern von „Apollon“ entwickelt hat. Von der innovativen Lösung, die in seinem Haus als News²Personal firmiert, „konnten wir auch den Städtetag Baden-Württemberg überzeugen“, berichtet Norbert Weckerle.

Der CEO der apollon GmbH+Co. KG erläutert einen großen Vorteil der Technik, die hinter der App steckt: „Nicht nur der neue Ansatz der Nachrichtenbereitstellung hat zur Realisierung der Projekte beigetragen, sondern auch die schnelle Implementierung der App, die dabei vollends auf den Anbieter zugeschnitten ist.“ Lediglich fünf Tage würden benötigt, um eine neue Social-News-App wie „Städtetag BW“ zu programmieren und online zu stellen. „Und genau so sollten News auch sein – quasi sofort verfügbar“, so Weckerle weiter.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Zunächst wählt der Nutzer der Städtetag-App aus 14 übergeordneten Kategorien (zum Beispiel Umwelt, Verkehr, Kultur oder Soziales) die aus, die ihn interessieren. Daraufhin zeigt ihm die App die Themen an, die zur jeweiligen Kategorie passen. So gehören zur Kategorie „Soziales“ Themen wie „Leben im Alter“, „Bürgerengagement“ und „Integration“. Tippt der Nutzer auf eines dieser Themen, sieht er alle Beiträge der Südwest-Städte aus den sozialen Netzwerken, die etwas damit zu tun haben.

Und was erhofft sich der Städtetag davon? „Wir möchten mit der App unseren Mitgliedern einen unkomplizierten Blick über den Zaun ermöglichen“ sagt Stella Grießmayer, Referentin in der Stabsstelle Digitalisierung. Das heißt: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städte und Gemeinden sollen sich über die Aktivitäten, die zu ihren Themen in anderen Städten stattfinden, schnell informieren können.“ Momentan stecke die App noch in den Kinderschuhen. Jedoch verstehe sich der Städtetag auch als Vorreiter für die Kommunen, indem er manche neue Ideen als Erster ausprobiere. Und Grießmayer verrät noch etwas: „Die App soll in weiteren Schritten so ausgebaut werden, dass wir unseren Mitgliedern darüber hinaus in einem geschützten Bereich auch Zusatzinformationen zur Verfügung stellen können.“ Überzeugt habe sie das einfache Bedienkonzept und die Möglichkeit, die Posts der Mitglieder aus den wichtigsten sozialen Netzwerken auf einen Blick bündeln zu können.

Erste Anlaufstelle

Warum es so wichtig ist, Inhalte fürs Handy aufzubereiten, erklärt Apollon-CEO Weckerle: „Das Smartphone ist heute erste Anlaufstelle, um sich über aktuelle Geschehnisse zu informieren.“ Im sozialen Nachrichtendschungel relevante Informationen nach dem persönlichen Gusto anbieten zu können, sei einer der Antriebe gewesen, eine neuartige Nachrichten-Lösung zu erschaffen, wie sie nun sowohl die PZ als auch der Städtetag nutzen.

Und weitere Interessenten stehen bereit: Inzwischen laufen Gespräche mit anderen Unternehmen und Medienhäusern über die Möglichkeit, eine ähnliche App auch für ihre Zwecke entwickeln zu lassen.

Hier können Sie Sobble herunterladen: http://sobble.de/