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Nicht um Größe, sondern um Stärke geht es Vorstand und Aufsichtsrat bei der Bankenfusion im Enzkreis (von links): Waldemar Schauer, Marcel Tilmann, Walter Kopp, Martin Schöner, Werner Arny, Alexander Kasper und Markus Bader.  Foto: Faulhaber
Nicht um Größe, sondern um Stärke geht es Vorstand und Aufsichtsrat bei der Bankenfusion im Enzkreis (von links): Waldemar Schauer, Marcel Tilmann, Walter Kopp, Martin Schöner, Werner Arny, Alexander Kasper und Markus Bader. Foto: Faulhaber
23.05.2017

Klare Mehrheit der Vertreter der Volksbank Stein Eisingen stimmt für die Fusion

Königsbach-Stein. Grünes Licht aus Stein: Der nächste Schritt zur großen Genossenschaftsbank im Enzkreis ist vollzogen. Nachdem die Mitglieder der Raiffeisenbank Bauschlott bereits für die Verschmelzung mit der Volksbank Wilferdingen-Keltern gestimmt haben, machten auch die Vertreter der Volksbank Stein Eisingen den Weg zur „VR Bank Enz plus“ frei. „Eine klare Mehrheit und ein wichtiger Schritt für unsere Bank“, freuten sich die Vorstände Martin Schöner und Marcel Tilmann über die 96-prozentige Zustimmung.

Schöner hatte zuvor die Versammlung in der Steiner Festhalle in einem leidenschaftlichen Plädoyer von den positiven Aspekten einer Fusion überzeugt. Ausführlich und gut nachvollziehbar erläuterte er die Probleme, ausgelöst durch „die katastrophale EZB-Politik der Niedrigzinsen und eine völlig überzogene Regulierung der Bankenaufseher“, die die Geschäftsgrundlage der regionalen Volks- und Raiffeisenbanken herausfordere. Daher sei es wichtig, aus einer Position der Stärke heraus rechtzeitig die Weichen für die Zukunft zu stellen, ergänzte Schöners Vorstandskollege Marcel Tilmann. „Wir müssen das Heft des Handelns wieder in die Hand bekommen“, stimmte Schöner zu.

Auch der Aufsichtsrat mit Walter Kopp an der Spitze bestätigte diese Einschätzung. Interne Einsparungen hätten in der Vergangenheit zwar das Ergebnis stabilisiert, so Kopp, mittlerweile seien aber die Grenzen erreicht. Dennoch wurde im Geschäftsjahr 2016 ein guter Jahresüberschuss erreicht, sodass die Volksbank erneut vier Prozent Dividende an die Mitglieder ausschütten kann. Insgesamt hat sich eine Steigerung der Bilanzsumme um 4,2 Prozent auf rund 200 Millionen Euro ergeben. Bei der anschließenden Wahl zum Aufsichtsrat wurde Werner Arny aus Nußbaum nach Erreichen der satzungsgemäßen Altersgrenze für 18-jährige engagierte Tätigkeit geehrt. Die weiteren Aufsichtsratsmitglieder Klaus Pfeiffer (Eisingen), Volkmar Häuser (Bilfingen) und Ulrich Bastian (Göbrichen) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Für den Aufsichtsrat der neuen VR Bank Enz plus sind Walter Kopp (Stein), Waldemar Schauer (Eisingen), Alexander Kasper (Bilfingen) und Markus Bader (Nußbaum) nominiert. Alle weiteren Aufsichtsratsmitglieder werden sich im neuen Mitgliederbeirat der „VR Bank Enz plus“ einbringen.

Bürgermeister Heiko Genthner, der die einstimmig erfolgte Entlastung für Vorstand und Aufsichtsrat beantragte, würdigte die Volksbank Stein Eisingen als einen wichtigen Kooperationspartner, der zukunftsweisende Projekte vor Ort finanziere, sich sozial und kulturell engagiere.