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Die neuen Eigentümer von Kunzmann sind Friedrich K. Eisler (Mitte) sowie seine beiden Söhne (von rechts) Alexander und  Michael Eisler. Sie treten die Nachfolge von Gerd Siebler (links) und Andreas Kachel an.  Bodemer
Die neuen Eigentümer von Kunzmann sind Friedrich K. Eisler (Mitte) sowie seine beiden Söhne (von rechts) Alexander und Michael Eisler. Sie treten die Nachfolge von Gerd Siebler (links) und Andreas Kachel an. Bodemer
27.01.2016

Kunzmann Maschinenbau GmbH wird von Maschinenbauer Weiler übernommen

Zwei Markt- und Technologieführer in ihren Nischen agieren künftig unter einem Dach: Die 1907 in Pforzheim gegründete Kunzmann Maschinenbau GmbH in Remchingen-Nöttingen ist von der Unternehmensgruppe der Familie Eisler um den Maschinenbauer Weiler (Mausdorf/Emskrichen) übernommen worden. Der Erwerb fand rückwirkend zum 1. Juli 2015 statt.

Die Remchinger beschäftigen 110 Mitarbeiter. Bei der Weiler-Unternehmensgruppe mit 75-jähriger Erfahrung produzieren am Hauptsitz in Nordbayern und an einem weiteren Fertigungsstandort im tschechischen Holoubkov etwa 550 Mitarbeiter, heißt es in einer Mitteilung. Zu dem Verbund gehören neben der Weiler Werkzeugmaschinen GmbH und der Weiler Holoubkov s.r.o unter anderem auch die Weiler North America Corp.

Der Diplomkaufmann Friedrich K. Eisler führt gemeinsam mit seinen Söhnen Alexander und Michael Eisler die mittelständischen inhabergeführten Firmen der Gruppe.

Die bisherigen Kunzmann-Eigentümer Gerd Siebler und Andreas Kachel bleiben den Angaben zufolge dem Unternehmen als Geschäftsführer erhalten, ebenso wie Klaus-Peter Bischof als kaufmännischer Leiter. Das Remchinger Unternehmen sei weiterhin rechtlich und organisatorisch selbstständig. „Durch die Übernahme wird langfristig die Zukunft des Unternehmens gesichert, alle bestehenden Arbeitsplätze bleiben erhalten“, versichert der neue Eigentümer.

Welche Strategie verfolgt die Weiler-Gruppe mit der Übernahme?

Gemeinsam werde die Unternehmensgruppe als starker Partner für das Drehen und Fräsen auftreten und den Markt verstärkt erschließen, heißt es. Synergien aus einer vertieften Kooperation erwarten die Eigentümer vor allem im Bereich Technik sowie bei Einkauf und Vertrieb. Außerdem werde „Weiler Kunzmann“ beim Ausbau seines internationalen Geschäfts unterstützt.

Wird es Änderungen für die bisherigen Kunden geben?

Nein. Die langjährige Zusammenarbeit der beiden Unternehmen mit ihren bisherigen Geschäftspartnern werde fortgesetzt.

Welche Herausforderungen gibt es bei der Unternehmenszusammenführung?

Offenbar keine. Friedrich K. Eisler, der alleinige geschäftsführende Gesellschafter der Weiler Werkzeugmaschinen GmbH, sieht eine hohe Übereinstimmung der Firmenkulturen. „Weiler und Kunzmann sind mittelständisch geprägte Familienunternehmen, die sich als innovative Maschinenbauer höchster Qualität, Präzision und Technologie verschrieben haben. Zusammen vereinen sie fast 200 Jahre Erfahrung im Maschinenbau, die sie gemeinsam für ihre Kunden einsetzen werden.“