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Prägt seit 33 Jahren die IHK Nordschwarzwald: Martin Keppler.  Foto: Meyer 

Martin Keppler geht in Ruhestand: IHK Nordschwarzwald sucht Nachfolger für Geschäftsführer

Pforzheim. Wechsel an der Spitze: Zum 31. Dezember 2022 wird IHK-Hauptgeschäftsführer Martin Keppler nach 34 Dienstjahren bei der IHK Nordschwarzwald im Alter von 67 Jahren in den Ruhestand gehen, wie die Handelskammer am Freitag mitteilte. Doch bis es soweit ist, hat Keppler „noch einiges vor“, wie er gegenüber der PZ sagte.

Um seine Nachfolge zeitig zu regeln, habe die Vollversammlung in ihrer vergangenen Sitzung beschlossen, die Stelle öffentlich auszuschreiben, sagte die Präsidentin der IHK Nordschwarzwald Claudia Gläser laut Mitteilung. Eine Findungskommission werde in enger Abstimmung mit dem Präsidium der IHK eine Vorauswahl der Bewerbungen treffen. Die endgültige Wahl eines Hauptgeschäftsführers oder einer Hauptgeschäftsführerin durch das oberste Entscheidungsorgan der IHK Nordschwarzwald – die Vollversammlung – soll im Dezember dieses Jahres stattfinden, die offizielle Amtsübernahme werde dann am 01. Januar 2023 erfolgen.

Was soll der ideale Kandidat beziehungsweise die ideale Kandidatin mitbringen? Gesucht wird eine Persönlichkeit mit wirtschaftswissenschaftlichem oder juristischem Hintergrund und beruflicher Erfahrung im IHK-Umfeld oder einer ähnlich gearteten Organisation sein, heißt es. Entsprechende mehrjährige praktische Erfahrungen, die in einem Unternehmen der freien Wirtschaft erworben wurden, sollten auf jeden Fall vorhanden sein, sind sich die Vertreter und Vertreterinnen der Kommission einig. Außerdem lege die IHK wert auf Führungsqualitäten, ein profundes Verständnis für die Belange der Mitgliedsunternehmen der IHK, persönliche Integrität und ein ausgeprägtes gesellschafts- und wirtschaftspolitisches Verständnis.

Martin Keppler, 2009 zum Geschäftsführer ernannt, löste damals Achim Rummel ab. Davor war er bereits 21 Jahre bei der IHK Nordschwarzwald tätig, unter anderem leitete der Bad Wildbader die Geschäftsbereiche Bildung und Tourismus. Der 66-Jährige studierte Betriebswirtschaftslehre in Rosenheim und war zuerst in der heimischen Holzwirtschaft tätig, bevor er zur Kammer wechselte.

Auch Claudia Gläsers Amtszeit als Präsidentin endet im kommenden Jahr. Die Geschäftsführerin der gleichnamigen Maschinenbaufirma aus Horb übernahm 2017 das Amt vom Pforzheimer Unternehmer Burkhard Thost. Im Sommer 2022 müssen dann die Mitglieder der Vollversammlung entscheiden, ob es zu einer Wiederwahl oder zum Stabwechsel kommt.

Katharina Lindt

Katharina Lindt

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