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Die Baustelle des Wolfsberg Palais von oben. Im nächsten Jahr sollen die ersten Eigentümer einziehen. Foto: Meyer
Die Baustelle des Wolfsberg Palais von oben. Im nächsten Jahr sollen die ersten Eigentümer einziehen. Foto: Meyer
Noch bestimmen die Baufahrzeuge die Szenerie: Für Immobilienberaterin Kristina Sauter und Sparkassen-Direktor Sven Eisele läuft die Vermarktung des Wolfsberg Palais auf Hochtouren. Foto: Meyer
Noch bestimmen die Baufahrzeuge die Szenerie: Für Immobilienberaterin Kristina Sauter und Sparkassen-Direktor Sven Eisele läuft die Vermarktung des Wolfsberg Palais auf Hochtouren. Foto: Meyer
Klassisch elegant: Die Architektur des Gebäudekomplexes Bellevue (rechts) soll an das ursprüngliche St.-Trudpert-Krankenhaus aus den 1920er-Jahren erinnern. Foto: Meyer
Klassisch elegant: Die Architektur des Gebäudekomplexes Bellevue (rechts) soll an das ursprüngliche St.-Trudpert-Krankenhaus aus den 1920er-Jahren erinnern. Foto: Meyer
19.01.2019

Megaprojekt im Pforzheimer Norden: Erster Bauabschnitt des Wolfsberg Palais nahezu ausverkauft

Pforzheim. Stolz steht Sven Eisele vor der Baugrube des Wolfsberg-Palais am Südhang der Nordstadt. Vor dem für das Immobiliengeschäft zuständigen Direktor der Sparkasse Pforzheim Calw erstreckt sich ein Panorama, mit dem selbst er zu Beginn des Projekts so nicht gerechnet hätte. „Eine traumhafte Aussicht“, die sich gerade viele Interessenten nicht entgehen lassen wollen. „Im ersten Bauabschnitt sind die Wohnungen nahezu ausverkauft“, berichtet Eisele.

Die Fertigstellung ist ambitioniert: Im Sommer 2020 sollen die ersten Eigentümer einziehen.

Noch ist auf der geschäftigen Baustelle von den prächtigen Stadtvillen, die Namen wie „Saphir“ und „Smaragd“ tragen werden, nichts zu sehen. Ein roter Turmkran ragt in den Himmel und hievt Materialien auf dem Areal von einer Stelle zur anderen. Arbeiter koordinieren Bagger und vor den freigelegten Erdmassen hebt sich ein grauer Grund ab. Hier entstehen gerade die 178 Tiefgaragenstellplätze. Dass für Passanten an dieser Stelle nur ein großes Loch klafft, ist für Eisele kein Grund zur Sorge: „Wir sind voll im Zeitplan“. Der Rückbau des St. Trudpert-Krankenhauses hätte allen Beteiligten allerdings viel Geduld abverlangt. Viele ungeahnte Rohrleitungen und Mauern kamen zum Vorschein. Dies und die teilweise marode Bausubstanz war auch der Grund, warum der ursprünglich angedachte Erhalt des Gebäudes nicht möglich war. „Im Hinblick auf die deutlich höhere Bauqualität und die besseren Grundrisslösungen war die Entscheidung für einen Komplettabriss ein Segen für das Projekt“, ergänzt Kristina Sauter, Projektverantwortliche bei der Sparkasse Pforzheim Calw.

Doch die Erinnerungen werden bleiben. Viele Pforzheimer verbinden mit dem ehemaligen Krankenhaus und seinen Nonnen die Geburt ihres ersten Kindes. Es sei ein emotionales Thema, unterstreicht Sauter. Obwohl der Vertrieb für den zweiten Bauabschnitt erst vor wenigen Tagen gestartet ist, seien 35 Prozent der Wohnungen bereits vergeben. Sauter zeigt auf das weiße Modell des Wolfsberg-Palais im schmucken Showroom-Container vor der Baustelle. Das Herzstück des Wolfsberg Palais besteht aus dem Gebäude Bellevue, das der Architektur des ehemaligen Klinikgebäudes aus dem Jahr 1929 Tribut zollt. Für den Wohnungseigentümer heißt das: Raumhöhen von bis zu drei Metern, weißer Anstrich, Dachterrassen und großzügige Balkone.

Die Nachfrage nach attraktivem Wohnbau im gehobenen Segment sei groß. Dabei stammen die Kunden nicht nur aus Pforzheim und dem Enzkreis, obwohl sie zwei Drittel der Kunden ausmachen. Auch überregionale Anfragen erreichen die Experten. Die extreme Preisentwicklung in Stuttgart und Karlsruhe befeuere diese Tendenz. Dort liegen Neubaupreise teilweise bei 10.000 Euro pro Quadratmeter – in der Goldstadt bei rund einem Drittel davon.

Laut einer aktuellen Wohninvestment-Studie von Dr. Lübke und Kelber, bei der zwölf Städte in Baden-Württemberg untersucht wurden, erzielt man in der Goldstadt lukrative Renditen. Pforzheim, Ulm und Heidelberg seien die „hidden champions“ für Wohninvestments in Baden Württemberg mit dem besten Risiko-Rendite-Verhältnis. Im Segment der Neubauimmobilien ist laut der Studie ein Erwerb in den Städten Mannheim, Pforzheim und Ulm am attraktivsten.

Die kurzen Wege zu öffentlichen Verkehrsmitteln, der Autobahn und Naherholungsmöglichkeiten bilden eine optimale Symbiose aus urbanem Wohnen und Nähe zur Natur, so Eisele. Ob sogenannte Best-Ager, Familien, Singles oder Paare – die Zielgruppe sei breit gefächert, wie die Wohnungstypen. „Diejenigen, die nicht im Großstadt-Dschungel leben wollen, sondern im Grünen, für sie ist das Objekt interessant.“ Und noch ein Argument locke Käufer: So schnell wird kein neues Wohngebiet in Pforzheim entstehen – erst recht nicht in einer solchen exponierten Lage. Das gesamte Areal umfasst eine Grundstücksgröße von über 9500 Quadratmetern. Es ist somit das größte Neubauprojekt in Pforzheims Nachkriegszeit, so Eisele.