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Julia Budei und Prof. Frank Bertagnolli referierten vor Entscheidern aus der Wirtschaft: über Veränderungsprozesse. Foto: Meyer
Julia Budei und Prof. Frank Bertagnolli referierten vor Entscheidern aus der Wirtschaft: über Veränderungsprozesse. Foto: Meyer
13.07.2017

Mut zur Veränderung: Aufs digitale Zeitalter vorbereiten

Pforzheim. „Haben Sie keine Angst vor Veränderungen und in diesen Change-Prozessen sind Kritik und Ablehnung völlig normal“ Das ist die simple, aber wichtige, Botschaft von Julia Budei und Professor Frank Bertagnolli von der Hochschule Pforzheim. Beide zeigten am Mittwoch einem interessierten Entscheider-Kreis auf, wie man Mitarbeiter auf das digitale Zeitalter vorbereiten kann und welche Weiterbildungsprogramme die Hochschule anbietet. Julia Budei und Frank Bertagnolli belebten mit ihren Impulsvorträgen die Veranstaltungsreihe „Earlybird“ zu IT- und Medienthemen des Wirtschafts- und Stadtmarketing Pforzheim (WSP).

Letztlich geht das Thema jedes Unternehmen an, denn die Digitalität bringt massive Veränderungsprozesse in der Arbeitswelt mit sich. Wie kommt ein Unternehmen also gut mit diesem sogenannten Changemanagement zurecht? Professor Bertagnolli machte in der Verlaufskurve der Veränderung die einzelnen Schritte deutlich – von der Angst über Ablehnung sowie Einsicht bis hin zur Erkenntnis und Integration. Ein gutes Beispiel dafür ist die Autoindustrie, die nun schmerzlich erkennen muss, dass ihre Diesel- und Benzinmodelle mit großer Wahrscheinlichkeit von E-Autos abgelöst werden. „Man muss durch das Tal der Tränen“, sagt Bertagnolli. Und man müsse die Menschen an stetige Veränderung gewöhnen. Das bedeute aber auch, der Weg zurück sei unmöglich. Hätte eine Belegschaft dies verstanden, würde sie Veränderung eben auch als Chance und nicht als Katastrophe sehen.

Sehr engagiert warb Julia Budei für das bundesweit einzigartige Angebot der Hochschule, mit dem Berufstätige angesprochen werden sollen. Unter dem Titel „Strategisches InnovationsManagement“ können einzelne Studienbausteine auch von Technikern und Meistern belegt werden. Bedeutsam bei diesem Weiterbildungsprogramm ist, dass nur kurze Präsenzphasen an der Hochschule nötig sind, da ein Großteil des Programms individuell durch Videobeiträge online gestaltet wird. Julia Budei: „Optimal für Arbeitnehmer und Betriebe, da ein größtmöglicher Freiraum für die Studienplanung eingeräumt wird.“ Die Studienkoordinatorin für Weiterbildung an der Hochschule beziffert den Arbeitsaufwand pro Semester mit 150 Stunden. Die Kosten werden künftig bei 1200 Euro liegen, wobei die Unternehmen in der Regel zumindest teilweise die Kosten übernähmen. Der abschließende Masterstudiengang richtet sich dann an Führungs- und Nachwuchskräfte mit akademischem Abschluss, die mit Aufgaben des Innovationsmanagements betraut sind.

Mehr Infos unter www.hs-pforzheim.de/weiterbildung