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Präsentation im Fernsehstudio: Eduard Sabelfeld (links) und Michael Feicht mit dem Buddy Watcher. Fotos: VOX/Maurer
Präsentation im Fernsehstudio: Eduard Sabelfeld (links) und Michael Feicht mit dem Buddy Watcher. Fotos: VOX/Maurer
Die Löwen in der TV-Höhle von Vox sind (von links): Vural Öger, Judith Williams, Frank Thielen, Lencke Steiner und Jochen Schweizer.
Die Löwen in der TV-Höhle von Vox sind (von links): Vural Öger, Judith Williams, Frank Thielen, Lencke Steiner und Jochen Schweizer.
10.09.2015

Nach Vox-Sendung „Höhle der Löwen“: Mafia bot Pforzheimern eine Million

Ich bin raus. Das hörten die Pforzheimer Jungunternehmer Eduard Sabelfeld und Michael Feicht von der Free Linked GmbH fünfmal. Dann waren sie selbst raus – aus einer erhofften Finanzierung durch Investoren. In der Vox-Sendung „Höhle der Löwen“ präsentieren Start-ups fünf erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern – die Löwen – ihr Geschäftsmodell. Sind die potenziellen Geldgeber überzeugt, gibt es eine Finanzspritze.

Am Dienstagabend versuchten die Pforzheimer in der Sendung vor bis zu zwei Millionen Zuschauern, bei den Löwen 250000 Euro lockerzumachen, um ihr Produkt technisch verbessern und auf dem US-amerikanischen Markt platzieren zu können. Die Idee: ein ultraschallbasiertes Rufsystem namens Buddy Watcher für Taucher, die damit unter Wasser den begleitenden Tauchpartner (Buddy) bei Notfällen zu Hilfe rufen können.

Doch das klappte nicht so ganz. Aber immerhin: Sabelfeld und Feicht sagten im PZ-Gespräch, dass sie aus der Sendung statt des erhofften Kapitals einiges an Erfahrungen und Anregungen mitgenommen hätten. Im Übrigen hätten sie bei der Investorensuche schon einige Tiefschläge erlebt. Beispiel: Eine interessierte Geldgebergruppe habe sie nach Mailand bestellt. „Die wollten uns unterstützen, wenn einige der Gelder nicht offiziell verbucht würden.“ Zum Beweis öffneten sie einen Koffer mit einer Million Euro. „Das war Mafia-Geld. Wir haben abgesagt und zugesehen, dass wir aus der Nummer rauskommen.“

Die Kommentare der Juroren: Der Geschäftsplan sei „Wischi-Waschi-Whirlpool“, kanzelt Teleshopping-Unternehmerin Judith Williams die 32-Jährigen ab. Bei lediglich einer jährlichen Produktionszahl von rund 10000 Stück und angesichts der geringen Marge befürchtet Reisunternehmer Vural Öger, dass er sein eingesetztes Kapital „nie wieder sehen würde“. Start-up-Investor und IT-Experte Frank Thielen urteilt: „Ihr habt einen schwachen Auftritt geliefert.“ Lencke Steiner, Geschäftsführerin einer Verpackungsfirma, lobt: „Das Produkt hat Potenzial.“ Allerdings vermisst sie beim Buddy Watcher ein Navigationsmodul und größere Produktionsstückzahlen. Geschenkideen- und Event-Unternehmer Jochen Schweizerfühlt sich als Tauchsportler „von der Idee angesprochen“, sie habe Potenzial. Aber: „Alleine in Potenzial investiere ich nicht. Da waren zu wenig Fakten. Ich bin raus.“

Video abrufbar auf Vox unter: http://tinyurl.com/p7ckbdp