Pforzheim. „Bei uns muss man schon mit anpacken“, machen die Geschäftsführer Uwe Hill und Carsten Nehls deutlich. „Dafür lernt man unheimlich viel in der Praxis und wächst mit seinen Aufgaben.“ Das Pforzheimer Unternehmen MRUT wurde vor 40 Jahren gegründet und ist in der Umwelt- Galvanik- und Abwassertechnik tätig.
Durch die Integration der Nehls Kunststofftechnik im Jahr 2016 hat die Geschäftsentwicklung deutlich an Dynamik gewonnen. „Wir setzen dabei verstärkt auf Digitalisierung“, macht Hill deutlich, was sich in einer neuentwickelten Galvanik-App ausdrückt, um eine stabile Prozessführung in der Oberflächenbeschichtung zu gewährleisten. Zugleich ist MRUT ein klassischer Anlagenbauer, der im Gewerbegebiet Pforzheim-Nord an der Christinstraße angesiedelt ist.
Die beiden Unternehmer sehen aber auch ihre soziale Verantwortung und geben ganz bewusst auch Mitarbeitern mit gesundheitlichen Einschränkungen eine Chance, wieder im Arbeitsprozess Fuß zu fassen. Dabei werden sie von der Arbeitgeberberatung des Jobcenters Pforzheim unterstützt. Zuletzt konnten dadurch zwei Langzeitarbeitslose bei MRUT integriert werden.
Ein Arbeitsverhältnis wird über das neue Teilhabechancengesetz gefördert, erläuterte Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn am Freitag bei einem Pressetermin im Unternehmen. Bei weiterhin guter Auftragslage seien weitere Einstellungen möglich, sagte Nehls. „Handwerklich geschickte Kandidaten mit entsprechender Leistungsbereitschaft geben wir gerne eine Chance.“ Persönliche Empfehlungen seien dabei wichtig und „bislang konnten wir uns auf die Einschätzungen des Jobcenters verlassen.“ Auch berufliche Weiterbildungsmaßnahmen und die Aufnahme einer Ausbildung werden gefördert, ergänzt Natalie Hohenstein vom Jobcenter.

