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Ralf Kogeler, Geschäftsführer der R.K. Beteiligungsgesellschaft und AHG-Geschäftsführer Rolf Heinzelmann (links). Hedayatollah Enayati fehlt auf dem Bild.  Foto: AHG 

Neue Eigentümer bei der AHG: Unternehmer aus Pforzheim und Baden-Baden übernehmen Autohaus-Gruppe

Horb/Pforzheim. Die AHG Autohandelsgesellschaft in Horb bekommt neue Mehrheitsgesellschafter: Bisher hatte die AHG drei Anteilseigner, die Münchener BayWa AG, die Deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH in Frankfurt und die ZG Raiffeisen eG aus Karlsruhe.

Die AHG erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 900 Millionen Euro und beschäftigt 1800 Angestellte in einer der größten Autohandelsgruppen Deutschlands, darunter das AHG-Autohaus auf der Wilferdinger Höhe in Pforzheim.

Drei Viertel der Anteile gehen an die R.K. Beteiligungsgesellschaft mbH (Baden-Baden) und die H.E. Beteiligungsgesellschaft mbH (Tiefenbronn/Pforzheim), heißt es in einer Pressemitteilung. Geschäftsführer der H.E. Beteiligungsgesellschaft ist nach PZ-Informationen Hedayatollah Enayati, der seit vielen Jahren in Birkenfeld ein großes Galvanik-Unternehmen betreibt. Gleichberechtigter Partner ist Ralf Kogeler mit seiner R.K. Beteiligungsgesellschaft, die jeweils 37,5 Prozent an der AHG halten.

Die restlichen Anteile verteilen sich auf zwei Beteiligungsgesellschaften der S-Finanzgruppe und das AHG-Management. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion bedarf noch der kartellrechtlichen Zustimmung. Ausgelöst durch aktuelle Umweltdebatten und die massive Digitalisierung, stünde der Autohandel vor enormen Herausforderungen. „Neben dem schnellen Veränderungs- und Anpassungsbedarf führt dieser Wandel in letzter Konsequenz zu weiteren Konsolidierungen in der Branche. Die AHG Gruppe ist mit ihren gewachsenen zentralen Strukturen und ihrer Größe hierfür bestens aufgestellt“, sagt Gesellschafter Ralf Kogeler.

Geschäftsführer bleibt

Als Geschäftsführer der AHG bleibt Rolf Heinzelmann. „Die in den Gesellschaftern abgebildete Kombination aus unternehmerischer Erfahrung, hoher finanzieller Stabilität und Kontinuität in der Führung ermöglicht es uns, auf der eingeschlagenen Erfolgsspur zu bleiben – und sogar noch zu beschleunigen“, erklärt Heinzelmann. Für ihn und seine Kollegen aus der Geschäftsleitung sei die neue Eigentümerstruktur die Wunschkonstellation für das Unternehmen. So könne man den eingeschlagenen Expansionskurs langfristig fortführen.

Die AHG betreibt im Südwesten 34 Autohäuser, aufgeteilt in die AHG mit den Marken BMW, Mini, Land Rover und Peugeot und die bhg mit Volkswagen, AUDI, Škoda, Seat und Volkswagen Nutzfahrzeuge. 2018 verkaufte das Unternehmen rund 33 000 Fahrzeuge. Teil der Gruppe ist auch eine eigene Fahrschule mit 18 Standorten. Die AHG Autohandelsgesellschaft mit Sitz in Horb am Neckar wurde 1986 gegründet.