Pforzheim/Stuttgart. Das Landesprogramm „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ wird ausgeweitet. Ab Januar 2027 soll die Joblinge gAG Südwest am Standort Pforzheim als neuer Träger Ausbildungsbegleitung anbieten. Das teilte der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Renner mit. Damit solle die berufliche Bildung in der Region weiter gestärkt werden.
Eine Ausbildung sei ein entscheidender Schritt ins Berufsleben, erklärte Renner. Schwierigkeiten im Betrieb, Probleme in der Berufsschule oder persönliche Belastungen könnten jedoch dazu führen, dass junge Menschen ihre Ausbildung abbrechen. Deshalb müsse Unterstützung einsetzen, bevor ein Abbruch drohe.
Neben Joblinge in Pforzheim sollen ab Januar 2027 auch die Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg und die Heidelberg Dienste gGmbH als neue Träger hinzukommen. In der kommenden zweijährigen Förderperiode unterstütze das Land insgesamt 18 Wirtschaftsorganisationen und soziale Träger mit rund 2,4 Millionen Euro. Seit 2015 seien nach Angaben des Wirtschaftsministeriums mehr als 7000 Auszubildende begleitet worden, deren Ausbildungsverhältnisse gefährdet gewesen seien. In 80 Prozent der Fälle habe ein Abbruch verhindert werden können. Das zeige, dass frühzeitige Hilfe wirke, so Renner.
Die Ausbildungsbegleiter sollen nicht nur Auszubildende unterstützen, sondern auch Betriebe, Eltern und Lehrkräfte einbeziehen. Zudem sollen sie kleinen und mittleren Unternehmen helfen, die Ausbildungsqualität zu verbessern und regionale Unterstützungsangebote stärker zu vernetzen.
Für die neue Förderperiode seien fast 900 Begleitungen von Auszubildenden geplant. Mindestens 1300 Betriebe sollen außerdem mit Seminaren, Workshops und Erfahrungsaustausch sensibilisiert werden.
Berufliche Bildung dürfe nicht als zweite Wahl verstanden werden, so Renner. Sie biete jungen Menschen gute Perspektiven.

