Karlsruhe. Der Weg für die geplante Übernahme der insolventen Klinik-Gruppe Paracelsus durch einen Schweizer Investor ist frei. Das bringt die Schließung einer Klinik in Karlsruhe mit sich.
Die Gläubigerversammlung des Konzerns stimmte dem Insolvenzplan mit einem Verkauf an die Beteiligungsgesellschaft Porterhouse Group AG zu, wie Paracelsus mitteilte. Auch das Kartellamt habe der Übernahme bereits seinen Segen gegeben. Allerdings werde die Klinik in Karlsruhe geschlossen, sagte ein Unternehmenssprecher. In einem formalen Schritt muss jetzt noch das zuständige Amtsgericht Osnabrück dem Plan zustimmen.
Der Klinikkonzern mit Sitz in Osnabrück hatte kurz vor Weihnachten Insolvenz angemeldet. Vor allem in der Krankenhaussparte schrieb Paracelsus hohe Verluste – in den Reha-Kliniken lief es besser. Fast alle der rund 40 medizinischen Einrichtungen des Konzerns sollen auch nach dem Verkauf erhalten bleiben. Nach aktueller Planung fallen der Sanierung rund 400 Stellen zum Opfer, davon 200 in Karlsruhe. lsw

