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Eine japanische Wirtschaftsdelegation aus der Region Hitachi informierte sich am Messestand der Birkenfelder Firma Inovan über Neuheiten. Foto: Neff
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Roberto Olivieri und Günter Peters vom Kupfer-Konzern KME mit Geschäftsführer Bernd Glauner (Haecker Metalle) und Mathieu Géhant (KME). Foto: Neff

Pforzheimer Fachmesse Stanztec mit internationalem Flair

Pforzheim. Winzige Präzisionsteile treffen auf große Besucherresonanz: Die Pforzheimer Fachmesse Stanztec hat Magnetwirkung. Auch am Mittwoch am zweiten Messetag drängten sich die Gäste aus dem In- und Ausland in den Gängen des CongressCentrums. Projektleiter Georg Knauer vom Messeveranstalter Schall aus Frickenhausen bestätigt im Gespräch mit der PZ, dass der Besucherandrang schon zum Auftakt am Dienstag über den Vorjahreszahlen gelegen habe. „Wir setzen aber mehr auf die Qualität der Gespräche als auf die Quantität der Besucher“, betonte Knauer.

Bis Donnerstagabend – zum Abschluss der Stanztec – werden jedoch weit über 3000 Besucher erwartet. Der Großteil sind Kunden aus dem deutschsprachigen Raum, doch auch Gäste aus der Türkei, Italien und Asien wurden begrüßt. So freute sich die Birkenfelder Firma Inovan über das Interesse einer Wirtschaftsdelegation aus der japanischen Region Hitachi, Sitz des gleichnamigen Industriekonzerns. Unter Führung von Verena Krauer vom Innovationszentrum RKW Baden-Württemberg informierten sich die Unternehmensvertreter über Neuheiten in der Stanztechnik, aber auch über Kooperationsmöglichkeiten mit deutschen Firmen.

„Es geht für die japanischen Autozulieferer auch um Ansprechpartner auf dem europäischen Markt“, erläuterte Krauer. Deshalb sei auch der Besuch der Pforzheimer Stanztec im Rahmen der einwöchigen Delegationsreise durch Baden-Württemberg Pflicht. Die Messe habe international einen guten Ruf. Das gilt auch für die Firma Inovan. Sie wurde 1952 in Birkenfeld von Emil Kiefer und Fritz Ruf gegründet. Am Standort werden rund 580 Mitarbeiter beschäftigt. Als Komplettanbieter hat das Technologieunternehmen, das zur Prym-Gruppe in Stolberg gehört, alles unter einem Dach: Vom Ausgangsmaterial über den Werkzeugbau, der Fertigung präziser Stanzteile bis hin zur Oberflächenbeschichtung und der komplexen Baugruppe, die im Automobil oder in Elektrogeräten benötigt wird.

Die Goldstadt und der Enzkreis gelten als Zentrum der Stanztechnik. Dass sich schon 75 regionale Unternehmen für eine Mitgliedschaft im Förderverein der Präzisionstechnik-Initiative „Hochform“ entschieden haben, ist ein wichtiger Baustein für die Finanzierung des geplanten Zentrums für Präzisionstechnik (ZPT) im Bereich der Hochschule Pforzheim. Damit soll die führende Position der Stanztechnik-Branche auch zukünftig gesichert werden. Die Herausforderungen durch die E-Mobilität sind gewaltig, wobei die meisten Unternehmen angesichts voller Auftragsbücher und entsprechender Wachstumsprognosen von einer anhaltenden Konjunktur der Automobilindustrie ausgehen.