Großer Bahnhof war angesagt, als am Donnerstagabend in Bad Teinach das neue „Therme Hotel“ eingeweiht wurde. Es war die glanzvolle Wiedereröffnung eines traditionsreichen Hauses, das sich einst die Könige von Württemberg als Wohlfühlplatz auserkoren hatten.
Die reine Luft, glasklare Gewässer und heilkräftige Quellen erfreuten schon König Wilhelm I., der 1842 dieses schöne Fleckchen Erde zum königlichen Bad erkor.
Als im April 2012 die Mineralbrunnen Überkingen Teinach AG das in die Jahre gekommene „Bad Hotel“ zum Verkauf anbot, hat Wolfgang Scheidtweiler „zugegriffen“ – und mit ihm seine Partner Andreas Kohm und Christian Scheidt. Letzterer gehört zum Urgestein Bad Teinachs und fungiert auch im neuen „Wohlfühl- und Business-Hotel“ als Geschäftsführer.
Die neuen Gesellschafter investierten kräftig in das Traditionshaus. Mineraltherme mit Kurhaus bis zum Erdgeschoss abgerissen und völlig neu konzipiert, haben die Investoren im neuen „Hotel Therme Bad Teinach“ großen Wert auf Ökologie und Wertigkeit gelegt und vorwiegend Naturmaterialien zum Einsatz gebracht. So sind die Zimmerstockwerke in Holzbauweise erstellt, die Fenster aus Schwarzwaldkiefer gefertigt. Herausgekommen ist ein Top-Hotel, welches hervorragend in die Landschaft passt, eine gelungene Symbiose von Tradition und Moderne.
Wolfgang Scheidtweiler zeigt sich auch über die technischen Standards erfreut: „Mit einer Gasturbine neuester Technologie produzieren wir nicht nur unseren eigenen Strom, sondern nutzen auch die Abwärme zur Beheizung des Schwimmbads sowie des gesamten Hauses, was wiederum über eine hochmoderne Lüftungsanlage mit 75 Prozent Wärmerückgewinnung geschieht“.
Regionale Kompetenz auch an anderer Stelle: Mit „Annemarie Börlinds Natural Beauty Spa“ und einem völlig neu gestalteten Thermalbad verfügt das Haus über einen attraktiven Spa-Bereich. Auf insgesamt 2500 Quadratmeter erstreckt sich eine Badelandschaft, die nahtlos in die reizvolle Landschaft übergeht. Arrondiert vom „Quellenpool“ mit 17 Grad und dem „Feuerpool“ mit 39 Grad, an der Peripherie noch ein „Schwitzkästle“-Dampfbad und eine „Schwarzwaldsauna“. Mit Aussicht auf den Park weiteres „Wohlfühl-Terrain“ auf den oberen Etagen: Im Panorama-Spa finden sich Sauna, Infrarotkabine, Ruhebereich, Yogaraum und Liegeterrassen. Das perfekte Ambiente zur Entschleunigung!
So präsentiert sich heute ein faszinierend schönes 4-Sterne-Hotel in der landschaftlichen Szenerie des oberen Nagoldtales. Eine Perle in dem mit guten Adressen bestens ausgestatteten Nordschwarzwald. Wolfgang Scheidtweiler zeigte sich vor einem illustren Publikum deshalb auch sehr positiv gestimmt, als er versprach, das Haus „wieder zu dem großen Hotel zu machen, das es unter Württembergs Königen einst war“. Im Umkreis von Großstädten sei der Standort ideal, und überhaupt gebe es keinen Grund, woanders hinzugehen: „Wir haben hier ein Tophotel mit Wellness-Bereichen vom Feinsten – das wird funktionieren!“ An Ostern sei man in der Phase des Soft-Opening mit den 204 Betten bereits an die Kapazitätsgrenze gestoßen.
Beim Rundgang wird deutlich, mit welch hoher Wertigkeit das Haus ausgestattet ist. „Schönere Zimmer werden sie nicht finden“, meint denn auch ein selbstbewusster Hausherr und betont: „Ökologie, Nachhaltigkeit und Regionalität ist für uns in allen Dingen wichtig.“ Eindrucksvolle Worte fand auch Landrat Helmut Riegger. Er dankte für das Engagement und nannte das neue „Hotel Therme“ einen Leuchtturm im Bäderkreis Calw, der sich konzeptionell ohnehin verstärkt dem Wellness-Urlaub zuwendet.
IHK-Präsident Burkhard Thost zeigte sich von der hohen Wertigkeit begeistert, die in allen Facetten des Hauses zum Ausdruck kommt. Er ist überzeugt, dass das neue Hotel Therme „auf den Schwarzwald und darüber hinaus ausstrahlen wird“.
„Sie verstehen ihre Gäste zu begeistern“, meinte Dehoga-Vorsitzender Fritz Engelhardt und lobte die Investoren-Familien Scheidtweiler und Kohm für ihr unternehmerisches Talent, ein solches Potenzial zu erkennen und wieder zum Leben zu erwecken. Dafür gab‘s auch gleich den Ritterschlag mit der Auszeichnungs-Plakette „4 Sterne Superior“. Und weil es bei Scheidtweilers vielfältigen Aktivitäten „kein Haus ohne Segen“ gibt, waren Pforzheims Dekan Bernhard Ihle und der evangelische Pfarrer von Zavelstein, Gottfried Bührer, zur Stelle, um eine Segnung vorzunehmen.




