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Markus und Sabine Elsässer mit ihrem druckfrischen Startup-Magazin. Foto: WARZECHA
Markus und Sabine Elsässer mit ihrem druckfrischen Startup-Magazin. Foto: WARZECHA
14.12.2018

Pforzheimer Markus und Sabine Elsässer bieten druckfrische Plattform für Existenzgründer

Pforzheim. Existenzgründung ist „in“. So gibt es in der Region zahlreiche Studiengänge und Programme an Hochschulen, zum Beispiel in Pforzheim und Stuttgart, die sich mit dem Thema beschäftigen.

Auch die Gründer des Pforzheimer Unternehmens StartupValley Magazin, die ihr Büro im Pforzheimer Innotec haben, interessieren sich seit fünf Jahren für Gründer. Beide hatten auf Messen mit Gründern gesprochen und dann auf weiteren Veranstaltungen Kontakte zu Investoren aufgebaut.

„Von da aus gesehen ist unsere Idee, unser eigenes Unternehmen zu gründen, dann weiter gereift. Das bisher bestehende Angebot hat uns nicht gefallen und wir wollten etwas Neues schaffen. Dabei gab es zwar viele Mitbewerber im Online-Bereich, aber gar nicht so viele im Print. Wir sahen darin einfach eine Chance, dass da eine Lücke ist, die wir schließen können“, sagt der 46 Jahre alte gelernte Werkzeugmechaniker Markus Elsässer. Seine Frau Sabine, 42 Jahre alt, ist staatlich geprüfte Wirtschaftsassistentin, hatte ursprünglich bei der Pforzheimer Firma Bader und später im Vertrieb bei anderen Firmen gearbeitet. Sie leitet im Unternehmen sowohl die Print-, als auch die Online-Redaktion und dementsprechend die Veröffentlichung der Beiträge von aktuell fünf festen freien Mitarbeitern. Thematisch gesehen gibt es zum Beispiel den „Gründer-Talk“ auf der Webseite des Unternehmens. 2666 Gründer-Talks und 7279 redaktionelle Beiträge, also 9945 Beiträge auf der Webseite, sind darin im Moment aufgelistet, samt einem Terminkalender, welcher entsprechend wichtige Termine für die Gründerszene enthält. Weitere Autoren und Gastautoren, die ab und zu einen Beitrag zu ihrem Kernthema schreiben; im aktuellen Magazin sind es 23 Autoren; ergänzen das Team um Sabine und Markus Elsässer.

Finanziert wird das ganze Unternehmen durch den jeweiligen Magazin-Verkauf, Advertorials und Anzeigen. Knappe 3500 Abonnements existieren im deutschsprachigen Raum in Print. Rund 5000 Exemplare sind im Handel unterwegs, gerade, wenn die Titelseiten die Leser überzeugen. 70 Prozent der Einnahmen werden insgesamt über den Abverkauf, über Abonnements, den Handel oder auf zahlreichen Messen und Events generiert. Es bestehen regelmäßig Medien-Kooperationen mit großen Events wie bits&pretzels oder „Die Lange Nacht der Startups“ der Telekom in Berlin, aber auch mit Events in London wie zum Beispiel die FinTech Week und viele weitere. „Unsere Zielgruppe ist breit aufgestellt. Das sehen wir auch am entsprechenden Verkauf. Die Startup-Szene ist in den Mainstream-Medien angekommen. Das Magazin ist so aufgebaut, dass es eine Schülerin oder ein Schüler, eine Studentin oder ein Student lesen kann. Aber auch Investoren sowie Business Angels lesen es. Die durchschnittliche Hausfrau liest es zum Beispiel, weil ein Bild der „Die Höhle der Löwen“ den Magazintitel ziert. Sie schaut sich abends die Serie an, dann sieht sie das Magazin am Kiosk und kauft es. Auch Themen wie Food-Startups und „airbnb“ ziehen die Leute an“, so Sabine Elsässer. Dementsprechend kaufen die Leser das Magazin. Im Einzelnen sind das 15000 Print-Leser, in der Häufigkeit je nach Monat, im Sommer weniger, im Winter mehr. Weitere Leser finden sich bei readly.com, bei bezahlten Lesezirkeln. Hier lesen und bei diversen bezahlten Lesezirkeln. „Werbeanzeigen, die das Magazin mitfinanzieren, schalten zum Beispiel Dienstleister innerhalb der Startup-Szene, also diejenigen, die in Startups investieren wollen. Sie nutzen den redaktionellen Weg oder Events und Scouting, um ihr Vorhaben durchzuführen“, berichtet Gründer Markus Elsässer.

Was ihn selbst an Print-, und was an Online-Publikationen begeistert, das beschreibt er folgendermaßen: „Online finde ich die technischen Möglichkeiten, die ich nutzen kann, toll. Print wird weiterleben und dabei kommt es auf das einzelne Medium an. Print ist nachhaltiger, weil man einen Online-Artikel schon dann nicht mehr liest, wenn man das Smartphone ausmacht.“

Der Name des Magazins geht dabei auf „Startup“ für „Startup“, „Valley“ für Silicon Valley und „news“ für „Nachrichten“ zurück. Inzwischen sind die Gründer gut in Europa aufgestellt. Sie planen im nächsten Jahr auch ein englisches Printmagazin herauszugeben.

Auf die Frage, wie er die Gründerszene in Pforzheim und der Region beurteilt, sagt Elsässer: „Ich würde behaupten, dass es in Pforzheim ein gutes, stetig wachsendes Ökosystem mit vielen Beteiligten gibt, die daran interessiert sind, etwas zu bewegen.“!

www.startupvalley.news/de