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Die Gesellschafter der Unger ingenieure und die Geschäftsführung der Weber-Ingenieure GmbH nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags (von links): Thomas Kilian, Lutz Härtel, Thomas Zimmermann, Stefan Knoll, Jan Weber, Achim Buschmann, Joachim Kilian und Neithard Müller. Foto: Privat
Die Gesellschafter der Unger ingenieure und die Geschäftsführung der Weber-Ingenieure GmbH nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags (von links): Thomas Kilian, Lutz Härtel, Thomas Zimmermann, Stefan Knoll, Jan Weber, Achim Buschmann, Joachim Kilian und Neithard Müller. Foto: Privat
03.05.2019

Pforzheimer Unternehmensgruppe auf Wachstumskurs: Weber Ingenieure übernehmen Unger

Pforzheim. Unter den deutschen Ingenieurbüros entsteht rückwirkend zum 1. Januar 2019 ein großer inhabergeführter Akteur. Die Pforzheimer Weber-Ingenieure GmbH und die UNGER ingenieure mit Hauptsitz in Darmstadt schließen sich zusammen. Beide Unternehmen sind seit Jahrzehnten erfolgreich am Markt und haben sich als Beratende Ingenieure in der Siedlungswasserwirtschaft, der Umwelttechnik und der Infrastruktur einen Namen gemacht. Gemeinsam bilden sie nun nach eigenen Angaben „den Branchenprimus des deutschen Mittelstandes“.

Die Weber-Ingenieure GmbH kann den Auftraggebern damit zusätzliche Leistungen anbieten; insbesondere auf den Gebieten der Wasserversorgung und des Hochwasserschutzes. Mit über 160 Mitarbeitern ist Weber-Ingenieure eines der führenden unabhängigen Büros für kommunale Infrastruktur in Deutschland. Durch eine starke regionale Präsenz an sieben Standorten in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen stellt Weber-Ingenieure dabei die Nähe zu den Kunden sicher. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist Pforzheim. Die Unger ingenieure sind mit 120 Mitarbeitern Experten in den Bereichen Wasser, Abfall, Energie und Infrastruktur unterwegs.

„Die mittelständischen Büros unserer Branche sind der breiten Bevölkerung weitgehend unbekannt. Dabei sichern unsere Leistungen wichtige Grundbedürfnisse des täglichen Lebens“, erläutert Inhaber Jan Weber. „Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten gezeigt, dass sie ein verlässlicher und regionaler Partner der Kommunen, Verbände und Unternehmen sind.“ Doch der Markt verändere sich. Es gebe eine Dynamik weg von kleinen und mittleren Unternehmen hin zu größeren Einheiten. Dabei spielen große, meist internationale Konzerne zunehmend eine dominierende Rolle. „Wir als Weber-Ingenieure wollen weiterhin ein erfolgreicher Akteur am Markt sein und die Marktdynamik mitgestalten. Wir wissen, dass wir dafür wachsen müssen.“ In diesem Szenario sei der Zusammenschluss mit Unger ingenieure für uns eine historisch einmalige Chance. Der Schritt ist zwar ein gewaltiger – immerhin verdoppeln wir mit dem Zusammenschluss fast unsere Mitarbeiterzahl – dennoch bleiben wir mittelständisch, geerdet und familiär geprägt. Und dieser Punkt steht auf unserer Werteskala ganz weit oben“, betont Weber.

Stefan Knoll, geschäftsführender Gesellschafter von UNGER ingenieure, erklärt: „Wir freuen uns, in Weber-Ingenieure einen renommierten Partner gefunden zu haben, der im Zuge unserer Unternehmensnachfolge sowohl unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch unseren Auftraggebern Kontinuität bietet. Zudem ergänzen sich unsere Fachkompetenzen und Ingenieurleistungen in idealer Weise.“

Joachim Kilian, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter, ergänzt: „Wir haben intensiv mehrere Modelle für die Nachfolgeregelung diskutiert – von einer internen Regelung bis hin zum Verkauf. Wir haben immer in flachen Hierarchien und sehr familiär gedacht und gehandelt. Genau das war der zentrale Punkt und damit ausschlaggebend für unsere Entscheidung, uns mit Weber-Ingenieure zusammenzuschließen. Hier finden wir ähnliche Werte und eine vergleichbare Philosophie in der Unternehmensführung vor.“

Weber-Ingenieure hat in einem ersten Schritt 70 Prozent der Gesellschaftsanteile von Unger ingenieure erworben. Beide Unternehmen bleiben als unabhängige Gesellschaften bestehen. Geführt werden sie weiterhin von den heutigen Geschäftsführern, Prokuristen und Fachbereichsleitern. Zum Jahreswechsel 2021/2022 gehen die restlichen Anteile an die Weber-Ingenieure GmbH über.