Frankfurt/Pforzheim. Das größte Unternehmen der insolventen deutschen Fintyre-Gruppe steht vor der Rettung. „Wir haben einen Investor für die Reiff Reifen und Autotechnik GmbH gefunden und stehen auch in aussichtsreichen Verhandlungen mit Interessenten für weitere Betriebe der Gruppe“, teilte Insolvenzverwalter Miguel Grosser von der Kanzlei Jaffé Rechtsanwälte Insolvenzverwalter am Montag mit.
Konkret will Bridgestone, der weltgrößte Reifenhersteller, alle 42 Standorte von Reiff Reifen und Autotechnik, die unter den Marken Reiff, Netto und ABS ihre Leistungen anbieten, sowie das Runderneuerungswerk in Reutlingen übernehmen. Das gilt auch für den Standort Pforzheim. Damit werden auch die insgesamt 554 Arbeitsplätze in diesen Betrieben erhalten. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde jetzt unterzeichnet, der Vollzug steht jedoch unter anderem noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.
„Die Investorensuche war in dem aktuell sehr schwierigen Marktumfeld und unter dem Eindruck der Corona-Krise eine Herausforderung“, sagte Insolvenzverwalter Miguel Grosser. „Es bedurfte eines außergewöhnlichen Einsatzes aller Beteiligten, um so in kürzester Zeit eine Fortführungslösung zu realisieren.“ Einen wesentlichen Beitrag dazu hätten auch die Mitarbeiter vor Ort in den Filialen durch ihre kundenorientierte Arbeit unter schwierigsten Bedingungen geleistet.
