Pforzheim. Das Pforzheimer Familienunternehmen Kramski baut rund zehn Prozent seiner Arbeitsplätze ab. Aufgrund einer schwachen Nachfrage nach Neuaufträgen und einer sinkender Fertigungsauslastung stehe das Stanz- und Spritzgussunternehmen vor großen Herausforderungen, teilt Kramski mit.
Schon seit Längerem sei ein Großteil der rund 310 Mitarbeiter am Stammsitz in Pforzheim in Kurzarbeit. Die nun getroffene „schwierige Entscheidung“, Stellen abzubauen, diene der Sicherung der Zukunft.
Wie das Unternehmen weiter mitteilt, reichen die bislang ergriffenen Maßnahmen nicht mehr aus. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sieht sich das Unternehmen daher dazu gezwungen, personelle Anpassungen vorzunehmen und rund zehn Prozent der Arbeitsplätze zu streichen.
„Dies ist der erste signifikante Stellenabbau am deutschen Standort seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1978“,
schreibt Kramski.
Besonders hart trifft das Unternehmen, ein Spezialist für technologisch anspruchsvollste Stanz- und Hybridteile, der Wegfall oder die Verschiebung von Kundenaufträgen in der Automobilbranche. Der Stellenabbau bei Kramski reihe sich in eine Liste namhafter Automobilzulieferer und Industrieunternehmen in Deutschland ein, die bereits personelle Einschnitte angekündigt haben, heißt es in der Mitteilung von Kramski.


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Für das Familienunternehmen Kramski sei der Schritt nach eigenen Angaben besonders schwer, da es eine enge Bindung zu seiner Belegschaft pflege. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. In den vergangenen Monaten haben wir versucht, die Nachfrageschwäche durch Ausweitung der Kurzarbeit zu überbrücken. Doch kurz- und mittelfristig ist keine Besserung zu erwarten“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Andreas Kramski. „Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Folgen der Wirtschaftspolitik der letzten Jahre sehen wir uns weiterhin vor erhebliche Herausforderungen gestellt“, so Andreas Kramski. „Um die Zukunft des Standorts Deutschland zu sichern, ist eine Anpassung der Mitarbeiterzahl leider unumgänglich.“


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Das Unternehmen sei sich der Auswirkungen auf die betroffenen Mitarbeiter bewusst, heißt es in der Mitteilung von Kramski weiter. Daher würden den Mitarbeitern faire Lösungen angeboten, um einen sozialverträglichen Übergang zu ermöglichen. Dazu gehöre unter anderem die Möglichkeit, dass die vom Jobabbau betroffenen Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft wechseln.

