Die beiden auf industrielle Reinigungsanlagen spezialisierten Mittelständler Hösel aus Ötisheim und emo aus Bretten-Gölshausen machen künftig gemeinsame Sache: An der Ötisheimer Industriestraße errichten die beiden inhabergeführten Unternehmen einen neuen Produktions- und Verwaltungsstandort, um im Zuge dessen zu fusionieren und den gemeinsamen Firmensitz in Ötisheim zu etablieren.
Am Montag war Spatenstich für die Sechs-Millionen-Investition im Beisein des Bürgermeisters Werner Henle und des Architektenteams des Büros Dill-Hauf aus Mühlacker. Bereits zum Jahreswechsel sollen der Neubau mit rund 1400 Quadratmetern Produktionsfläche bezogen werden und dazu die Büros und das Entwicklungszentrum. Die Produktion im Gewerbegebiet Gölshausen soll auf unbestimmte Zeit weiterbetrieben werden. Bereits seit über zehn Jahren seien beide Firmen durch gegenseitige Gesellschafter-Beteiligungen wirtschaftlich verbunden, berichtete emo-Gründer und Geschäftsführer Wolfgang Müller. Er hatte sein Unternehmen 1979 in Knittlingen gegründet und war dann einer der Pioniere im neuen Gewerbegebiet in Gölshausen. Das Unternehmen ist 20 Jahre jünger, gleichwohl aber in der Branche der industriellen Teilereinigung zusammen mit emo führendes Mitglied des internationalen Kompetenzverbunds „Surface Alliance“. „Wir haben den für uns perfekten Standort gefunden“, sagte Müller. Weder am emo-Standort in Bretten noch an zwei angemieteten Produktionsstätten von Hösel in Ötisheim habe es Möglichkeiten zur Expansion gegeben, sodass in beiden Häusern weitreichende Zukunftsstrategien bis hin zur Fusion entwickelt wurden. Immerhin begegnen sich zwei Unternehmen auf Augenhöhe: emo mit 45 Mitarbeitern und 14,5 Millionen Jahresumsatz, und Hösel erwirtschaftet 13 Millionen mit 40 Mitarbeitern. „Wir stellen also schon was dar“, meinte emo-Chef Müller, dessen berufliche Karriere einst in Mühlacker begann.
„Aus einem Guss“
Architekt Siegfried Hauf freute sich, mit seinem Team einmal mehr für einen Mittelständler tätig sein zu können, der wisse, was er wolle. Gleichwohl sei das Büro aus Mühlacker auch für Global Player wie SEW eurodrive tätig. In der Konsequenz habe man für emo/Hösel eine Fabrik geplant, in der die unternehmensspezifischen Fertigungsprozesse optimal abgebildet würden. Auch Bürgermeister Werner Henle war voll des Lobes über den auf einem einstigen, rund 85 Ar großen Gemeindegrundstück begonnenen Produktionsstandort „aus einem Guss“.

