Tagessieger Jochen Neff (rechts) erhält am 1. Juli beim Finale in Stuttgart Gelegenheit, seine Geschäftsidee vorzustellen und hat die Chance auf ein Preisgeld von 3000 Euro. Er hat ein Trainingskonzept mit Kunststoffplatten entwickelt. Foto: Frommer
Wirtschaft
Start-Ups präsentieren Geschäftsidee - Jochen Neff im Finale
  • Robin Daniel Pfrommer

Pforzheim. Viele zündende Geschäftsideen: Zehn Gründerinnen und Gründer traten beim Vorentscheid zum landesweiten Start-Up-Wettbewerb „Elevator Pitch“ an der Hochschule Pforzheim gegeneinander an. Sie stellten sich und ihre Produkte oder Dienstleistungen in einer dreiminütigen Kurzpräsentation (maximale Dauer einer Fahrstuhlfahrt) einer kritischen Jury vor. Die Palette der Einfälle reichte von Portalen für Handwerkerbetriebe, für Gastro-Fans oder Nachtschwärmer bis zum Tracking-System für Kinder oder Demenzkranke, vom Sportgerät für Koordinationstraining unter Anleitung bis zum Nischenmarkt der XXXL-Brautmode.

Zeit als limitierender Faktor spielte auch bei der auf die Präsentation folgenden Befragung durch die Juroren eine maßgebliche Rolle. Drei Minuten waren das Maß aller Dinge. Wer am Mikrofon länger brauchte, wurde vom Publikum kurzerhand „weggeklatscht“.

Die Drittplatzierten, Matthias Konrad und Marcel Jäger aus Pforzheim, durften sich über 200 Euro für ihr GPS-gestütztes System „Track More“ freuen, das sowohl den Standort eines schutzbedürftigen Menschen als auch eines entlaufenen Haustiers in Echtzeit übertragen können soll – ohne dabei sensible Daten zu speichern. Den mit 300 Euro dotierten zweiten Platz belegte ein junges Damen-Team aus der Goldstadt, Stefanie Maier und Leonie Miethe-Bodem. Sie präsentierten ein Mitkoch-Portal namens „Meltnpott“, das zu mehr gemeinschaftlichem Genuss an Herd und Tisch beitragen kann. Die beiden Gründerinnen hatten vor dem Wettbewerb nicht nur Online-Akzeptanzforschung mit 200 Testpersonen betrieben, sondern außerdem bereits die Suche nach einem Bezahl-System eingeleitet.

Jochen Neff aus Vaihingen/Enz ist Sporttherapeut und hat mit den „Blackpads“ ein Trainingsgerät für den Fitness- und Gesundheitsmarkt ersonnen, zu dem er bereits einen eigenen Webauftritt, Video-Training, Bezugsquelle und Verkaufspreis vorweisen kann. Die Idee mit den rutschfesten Kunststoffplatten wurde aufgrund des stimmigen Gesamtpakets als Sieger mit 500 Euro ausgezeichnet.