Straubenhardt. Bodenständig ist die Firma Frank Haug in Straubenhardt – wo sie bereits seit 1986 ansässig ist. Doch was die Investitionen in neue Technologien angeht, ist das Familienunternehmen immer vorne mit dabei. „Die Zeitspanne zwischen Produktentwicklung und deren Verfügbarkeit auf dem Markt wird ständig gestrafft“, so Frank Haug, der das Unternehmen 1984 im benachbarten Neuenbürg gründete.
Schon 1996 wurde die erste automatisierte Bearbeitungszelle installiert, heute sind 30 Produktionsmaschinen im Einsatz. Nur mit modernsten Maschinenkonzepten und Nutzung neuer Fertigungstechnologien könne man mitanhalten. „Dafür werden in diesem Jahr über 1,4 Millionen Euro investiert.“
Dabei verliert man nicht den Blick auf das Wesentliche – nämlich die Zufriedenheit der überwiegend mittelständischen Kunden. Das zeigt sich auch in einem Umsatzplus von 30 Prozent auf rund 4,5 Millionen Euro, was man auch dem größten Einzelauftrag in der Firmengeschichte verdanke. „Diese deutliche Steigerung ist für uns eher ungewöhnlich“, schränkt Haug ein. Schließlich wolle man auch künftig auf dem Boden bleiben. In der Geschäftsführung wird er von Alexander Schuppler (seit 2006) und jetzt auch von Sohn Mathias Haug unterstützt. Der Mitarbeiterstamm ist auf mittlerweile 35 angewachsen. „Wir bilden unsere Fachkräfte größtenteils selbst aus“, ergänzt Frank Haug. „Für 2018 haben wir noch Ausbildungsplätze als Zerspanungsmechaniker frei.“
Der Schlüssel des Erfolgs liege in der Verknüpfung der komplexen Fertigungstechnologien – dazu zählen Fräs-, Erodier- und Lasertechnik und ganz neu das elektrochemische PECM-Verfahren. Damit können Werkzeugteile und medizinische Produkte präzise und kostensparend bearbeitet werden. Im kommenden Jahr steht die Erweiterung der Produktionsfläche in Feldrennach um 2000 auf 4000 Quadratmeter an.

