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Richard Butz ist tot. PRIVAT
Richard Butz ist tot. PRIVAT
04.11.2015

Trauer um Blechnermeister Richard Butz

Pforzheim. Der Blechner- und Installateurmeister Richard Butz ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Er gehörte von 1960 bis 1983 dem Innungsvorstand für Sanitär und Heizung Pforzheim-Enzkreis an.

Butz war Träger des goldenen Ehrenrings der Innung und hatte sich in dieser Zeit um die qualifizierte Ausbildung des Berufsnachwuchses verdient gemacht. Er wuchs in der Erbprinzenstraße auf und besuchte die Holzgartenschule. Im väterlichen Handwerksbetrieb erlernte er den Beruf des Blechners und Installateurs. Nach der Lehre führten in seine Wanderjahre nach Nürnberg und Saarbrücken.

Ab 1941 musste er seinen Militärdienst an der Ostfront ableisten, wo er 1944 bei Minsk gefangen genommen wurde. Dort setzte sich Butz als Sanitäter für kranke und pflegebedürftige Mitgefangene ein. Bei seiner Rückkehr aus Weißrussland schmuggelte Butz in einer selbst gebauten Blechdose mit doppeltem Boden, die Namensliste von 168 Gefallenen nach Deutschland und konnte so vielen Angehörigen Gewissheit über ihre vermissten Familienmitglieder geben.

Richard Butz besuchte die Bundesfachschule in Karlsruhe. Dort legte die Meisterprüfungen im Blechner- und im Gas- und Wasserinstallateurhandwerk sowie die staatliche Technikerprüfung im Bereich Installationstechnik ab.

In der Holzgartenstraße führte er den elterlichen Betrieb und das Installationsgeschäft seines Schwiegervaters, Friedrich Walch, zusammen. Richard Butz genoss durch sein freundliches Wesen und seine Fachkompetenz bei seinen Kunden hohes Ansehen.

Nebenberuflich war er von 1954 bis 1970 als Werkstattlehrer an der Gewerbeschule tätig. Am 1. Januar 1984 übergab Richard Butz den Betrieb an seinem Sohn Joachim.

Seit 2013 lebte Butz sen. im Altersheim Haus Bethanien in Kieselbronn. Neben seinen drei Kindern hinterlässt er sechs Enkel und drei Urenkel. Die Trauerfeier findet am Freitag um 13:30 Uhr auf dem Hauptfriedhof in Pforzheim statt.