Peter Vetter mit Sponsor Thomas Kleiner (rechts) beim FC Nöttingen. Ketterl
Mit Jürgen Wankmüller (links) führte Vetter die Volksbank Wilferdingen-Keltern.
Wirtschaft
Trauer um Peter Vetter - Ehemaliger Wilferdinger Volksbank-Chef gestorben
  • pm/ok

Nach kurzer Krankheit ist Peter Vetter im Alter von 72 Jahren in der vergangenen Woche überraschend gestorben. Der langjährige Vorstandsvorsitzende der Volksbank Wilferdingen-Keltern absolvierte 1961 eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Volksbank Pforzheim, für die er bis 1968 tätig war, ehe er zur Spar- und Kreditbank Mittleres Pfinztal wechselte.

1974 wurde Vetter in den Vorstand der Spar- und Kreditbank berufen und vollzog die Fusion mit der Volksbank Wilferdingen, in deren Vorstand er damals einzog. 1995 wurde Vetter zum Vorstandsvorsitzenden ernannt und bekleidete diese Funktion bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Ende 2012.

In dieser Zeit gestaltete er auch die Fusion mit der Volksbank Keltern und der Raiffeisenbank Dietlingen zur Volksbank Wilferdingen-Keltern. Er durfte zuletzt noch erleben, dass seine Vision, die Bildung einer größeren Landbank im Wirtschaftsraum Pforzheim/Karlsruhe, zur VR Bank Enz plus umgesetzt wurde. Sein letztes Projekt vor Eintritt in den Ruhestand war der An- und Umbau der Volksbank-Hauptstelle in Wilferdingen, mit dem er Bleibendes und Charakteristisches geschaffen habe, was sicherlich noch einen langen Zeitraum nachwirken werde, heißt es in einer Würdigung des Geldinstituts.

Nicht nur seine Fachkenntnis, sondern auch seine Verhandlungsführung seien weit über die Region hinaus bekannt und anerkannt gewesen. Peter Vetter war nicht nur Vollblut-Genossenschaftsbanker, sondern in hohem Maße auch ehrenamtlich engagiert. Im Laufe seines Berufslebens war er langjährig in verschiedenen Organen und Gremien der Genossenschaftlichen Finanzgruppe tätig. „Unsere Bank verliert mit Herrn Vetter eine prägende Persönlichkeit und trauert um einen besonderen Menschen, der für viele Vorbild war“, betont Vorstandsvorsitzender Jürgen Wankmüller. „Seiner Frau und seiner Tochter sowie deren Familien gilt unsere tief empfundene Anteilnahme. Wir werden dem Verstorbenen ein stets dankbares und ehrenvolles Gedenken bewahren.“

Seine Leidenschaft galt dem Sport, dem Vetter als langjähriger Kassenprüfer des Badischen Sportbundes Nord sowie als Aufsichtsratsvorsitzender des FC Nöttingen eng verbunden war. Auch der FC Nöttingen habe ihm vieles zu verdanken. Kaum vorstellbar, dass der Dorfclub sportlich da gelandet wäre, wo er heute steht, wenn Vetter die Entwicklung nicht maßgeblich mit vorangetrieben hätte. Es ist gerade sieben Wochen her, dass der Aufsichtsratsvorsitzende beim 5:0 gegen die SGK Heidelberg in Hoffenheim einen weiteren badischen Pokalsieg seiner Mannschaft mitfeiern konnte. Bis zuletzt hatte Peter Vetter ein waches Auge auf alles, was sich rund um das Panoramastadion tat. Energisch hat er Dinge vorangetrieben und zusammen mit seinem Zögling Dirk Steidl in den vergangenen Jahren den Verein entscheidend geprägt. Wenn Peter Vetter etwas nicht passte, sprach er es an – offen, klar, deutlich. Dass der FC Nöttingen als Ober- und Regionalligist schon seit Jahren die Nummer eins im Fußballkreis Pforzheim ist und durch die Auftritte im DFB-Pokal bundesweit bekannt wurde, daran hat er einen großen Anteil.