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Die City Streife war eine wichtige Aufgabe von Jürgen Kappler (Mitte). Hier mit Björn Kappler, Erster Bürgermeister Dirk Büscher, Ordnungsamtschef Wolfgang Raff und Nils Kappler vor dem Rathaus (von links).  Foto: Meyer 
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Starb mit 71 Jahren: Jürgen Kappler in der Notruf- und Schaltzentrale von Alarm Kappler Security.  Foto: Seibel 

Trauer um Pforzheimer Sicherheitsexperten Jürgen Kappler

Pforzheim. „Der Glaube an das Gute im Menschen ist die Grundlage unserer Kultur. Nichtsdestotrotz sollte man sich aber gegen das Schlechte wappnen, um so im Fall der Fälle böse Überraschungen zu vermeiden.“ Das war das Lebensmotto von Jürgen Kappler. Der Pforzheimer Sicherheitsexperte und Unternehmer ist am Mittwoch im Alter von 71 Jahren überraschend verstorben.

Das familiengeführte Unternehmen „Alarm Kappler“ hat eine lange Tradition: Nach seiner Lehre zum Rundfunk- und Fernsehtechniker absolvierte Kappler die Meisterprüfung und machte sich im Jahr 1972 selbstständig. In diesem Zug begann er mit dem Einbau von Alarmanlagen. Nach und nach wurde der Bereich „Sicherheit“ immer präsenter und zum eigentlichen Standbein des Unternehmens.

1981 trat Kappler in den freiwilligen Polizeidienst ein und erhielt durch dieses Ehrenamt sowohl eine polizeiliche Ausbildung als auch tiefe Einblicke in das Vorgehen der Täter und die Arbeit der Ordnungshüter. Danach absolvierte der Pforzheimer noch zahlreiche Weiterbildungen – zum Beispiel zum Sachverständigen für Sicherheitsthemen, Krisenmanager einer großen Versicherung und Vorsitzender der IHK-Prüfungskommission. So entwickelte sich die Firma, die er seit 1984 gemeinsam mit seiner Frau Carola führte, nach und nach zu einem Unternehmen, das seinen Kunden in allen Sicherheitsbereichen mit Rat und Tat zur Seite steht. 1991 gründeten sie mit „Alarm Kappler“ offiziell einen Wachdienst mit eigener Notrufzentrale. Seit 1995 werden auch bewaffnete Werttransporte ins europäische Ausland durchgeführt – oft saß Jürgen Kappler selbst am Steuer.

Das Unternehmen mit Hauptsitz im Pforzheimer Stadtteil Büchenbronn und der Außenstelle Nagold (vormals Firma Aichele) zählt heute mehr als 100 Mitarbeiter. Längst sind auch die drei Söhne und die Tochter der Familie ins Geschäft eingestiegen.

Die Trauerfeier findet am Donnerstag, 2. Mai, um 14.30 Uhr, auf dem neuen Friedhof in Büchenbronn statt.