Stuttgart. Wolfgang Grupp, Inhaber des Textilherstellers Trigema im schwäbischen Burladingen, sieht keinen Vorteil darin, immer mehr zu produzieren. „Die Kleiderschränke der Deutschen gehen nicht mehr zu, so voll sind sie. Insofern produziere ich ein Produkt, das keiner mehr braucht“, sagte Grupp. Er selbst verfolge das Prinzip des Wachstums durch Ausweitung der Menge längst nicht mehr. „Wer in meinem Geschäft Erfolg haben will, darf nicht auf Masse setzen, sondern muss qualitativ hochwertige Produkte herstellen, die den Menschen einen Mehrwert bieten“, sagte Grupp.
„Immer mehr bringt nichts.“ Die Geschäfte von Trigema liefen gut genug, um die rund 1200 Mitarbeiter zu beschäftigen und deren Kindern einen Arbeitsplatz zu garantieren, wenn sie ihn irgendwann einmal wollten.
Trigema hat nach Grupps Angaben im vergangenen Geschäftsjahr mit seiner Kleidung einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro erzielt, drei Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Ergebnis sagte Grupp: „Ich arbeite ungern unter zehn Prozent Umsatzrendite.“

