Vorstandssprecher Frank Gfrör erklärt den leichten Umsatzrückgang mit globalen Krisen.
Mario Brunner
Wirtschaft
Umsatzrückgang 2025: Oberderdinger Unternehmen Blanc & Fischer setzt auf Effizienz

Oberderdingen. Die Blanc & Fischer Group mit sitz in Oberderdingen hat im Geschäftsjahr 2025 einen leichten Umsatzrückgang verzeichnet und richtet ihren Fokus stärker auf Wettbewerbsfähigkeit und Transformation.

Mit Erlösen von 1,11 Milliarden Euro lag der Küchenzulieferer um 1,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Verantwortlich dafür seien vor allem globale Krisen, eine schwache Bautätigkeit und steigende Kosten in der Industrie gewesen, erklärte Vorstandssprecher Frank Gfrörer.

Die Entwicklung verlief in den einzelnen Geschäftsfeldern unterschiedlich. Der Teilkonzern E.G.O. blieb mit 615 Millionen Euro größter Umsatzträger, verzeichnete jedoch ein Minus von 3 Prozent. Blanco erzielte dagegen erstmals seit 2022 wieder ein Wachstum und steigerte den Umsatz um 2 Prozent auf 392 Millionen Euro. B.PRO kam auf rund 81 Millionen Euro und lag damit 5 Prozent unter Vorjahr. Regional dominierten Deutschland und Europa das Geschäft. Finanzvorstand Heiko Pott verwies darauf, dass der Umsatz weiterhin unter dem Niveau vor der pandemiebedingten Sonderkonjunktur liege, während Kosten und Wettbewerbsdruck gestiegen seien. Der Konzern setze deshalb auf eine vertiefte Transformation mit Fokus auf Märkte, Kerngeschäft und Wirtschaftlichkeit.

Chancen im Küchengeschäft sehe das Unternehmen weiterhin. So habe BLANCO etwa mit Trinksystemen zuletzt deutliche Zuwächse erzielt. E.G.O. setze verstärkt auf Induktionstechnologie im Einstiegssegment sowie auf Lösungen für Kleingeräte. Zudem arbeite das Unternehmen an kabelloser Energieübertragung für Küchengeräte.

Potenzial erwartet Blanc & Fischer auch im Bereich Großküchen. Die Tochter B.PRO realisiere derzeit ein automatisiertes System für ein Universitätsklinikum, das Arbeitsabläufe effizienter gestalten soll.

Parallel treibt der Konzern seine Effizienzprogramme voran. Investitionen in neue Werke in Mexiko und Polen sowie die Bündelung von Produktionskapazitäten sollen die Wirtschaftlichkeit verbessern. Weltweit investierte das Unternehmen rund 65 Millionen Euro.