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Ein Landwirt zeigt grüne Vanilleschoten in der Region Sambava auf Madagaskar. Dort liegt das größte Vanille-Anbaugebiet der Welt. Foto: Symrise/dpa
Ein Landwirt zeigt grüne Vanilleschoten in der Region Sambava auf Madagaskar. Dort liegt das größte Vanille-Anbaugebiet der Welt. Foto: Symrise/dpa
25.08.2017

Vanille immer teurer - Rekordpreis für kostbares Gewürz zeichnet sich ab

Auf Madagaskar als größtem Vanille-Anbaugebiet der Welt läuft gerade die Ernte. Der Weltmarktpreis explodiert – und könnte Vanille schon bald zu einem der teuersten Gewürze der Welt machen. Auf die Verbraucher in Europa könnten damit Preissteigerungen zukommen, denn Georges Geeraerts hat schlechte Nachrichten für die Vanille-Liebhaber dieser Welt.

Obwohl die Ernte auf der vor Afrikas Ostküste gelegenen Insel noch in vollem Gange ist, zeichnet sich nach Ansicht des Chefs der dortigen Vanille-Exporteure bereits ab: „Die Preise werden noch höher liegen als im vergangenen Jahr.“ Dabei kennt der Vanille-Preis schon seit 2014 nur eine Richtung: steil nach oben. Heute gehört es zu den teuersten Gewürzen der Welt – nur Safran erzielte bisher noch höhere Preise: Madagaskar, das vier Fünftel des Weltbedarfs abdeckt, bestimme nach wie vor mit seiner Produktion die Preisentwicklung, so Georges Geeraerts. Ein Sturm hatte dort im Frühjahr große Teile der Anbauflächen zerstört. Damit könnten auf Europas Konsumenten Kostensteigerungen zukommen, sollten die Händler ihre Mehrkosten an den Endkunden weitergeben. Denn Vanille wird nicht nur für Produkte wie Eiscreme, Pudding, Kuchen, Kekse, Joghurt, Bonbons und ähnlichem verwendet, sondern auch für Duftstoffe, Körperlotionen, Badezusätze, Shampoos, Raumdüfte und Seifen. Vor allem sogenannte Bourbon-Vanille, die ausschließlich aus den Anbaugebieten Madagaskar, La Réunion oder auf den Komoren stammen darf, wird selten und damit kostbar.