Stuttgart. Mit landesweiten ganztägigen Warnstreiks erhöht ver.di am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber im baden-württembergischen Einzel- und Versandhandel, schreibt die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung. Rund 1100 Beschäftigte folgen dem Aufruf, nachdem die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde inakzeptable Angebote vorgelegt haben, so ver.di weiter.
„Die Angebote der Arbeitgeber bedeuten reale Einkommensverluste, sie sind völlig unzureichend und inakzeptabel. Gleichzeitig leisten die Beschäftigten tagtäglich ihre Arbeit unter wachsendem Druck und bei steigenden Lebenshaltungskosten“, sagt Wolfgang Krüger, ver.di-Verhandlungsführer.
An den Warnstreiks beteiligten sich Beschäftigte aus mehreren Regionen des Landes, darunter aus dem Bereich Stuttgart mit Umgebung, Karlsruhe-Pforzheim mit Umgebung, Mannheim-Heidelberg mit Umgebung, Heilbronn-Schwäbisch Hall mit Umgebung, aus dem Bereich Fils-Neckar-Alb, Konstanz, Radolfzell, Freiburg sowie Ulm. Betroffen seien die Unternehmen Kaufland, H&M, COS, Primark, Obi, Zara, IKEA und Media Markt.
In Stuttgart werde ein Demonstrationszug stattfinden mit anschließender Kundgebung am Stuttgarter Schlossplatz. Beginn der Abschlusskundgebung sei um 12 Uhr.
Die Warnstreiks sollen den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen. Die nächste Verhandlungsrunde im Einzel- und Versandhandel findet am 8. Juli statt, im Groß- und Außenhandel wird am 26. Juni weiterverhandelt.
Ver.di fordert im Einzel- und Versandhandel eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 300 Euro, eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro und eine Laufzeit der Tarifverträge von 12 Monaten.
Im Groß- und Außenhandel fordert die Gewerkschaft die Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7 Prozent oder um mindestens 250 €, ein rentenfestes Mindesteinkommen von 14,90 Euro in der Stunde, die Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 € und ebenfalls eine Laufzeit von 12 Monaten.


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