Kaffee zum MItnehmen – möglichst in Mehrweggefäßen. Foto: Heinl
Wirtschaft
Wirtschaft reduziert Wegwerfprodukte in Kantinen und Kaffeeküchen
  • David Schwarz

Düsseldorf. Weniger Kaffeebecher, Strohhalme und Salatschalen aus Plastik: Große Unternehmen in Deutschland verzichten auf Einweg-Behältnisse in ihren Kantinen und Kaffeeküchen.

So ersetzt der Telekommunikationskonzern Vodafone nach eigenen Angaben an all seinen Standorten hierzulande Kunststoff-Wegwerfprodukte wie Trinkbecher, Deckel, Rührstäbchen oder Strohhalme durch plastikfreie Alternativen. Auch Siemens, Sky und die Allianz teilten mit, den Einsatz solcher Produkte in den vergangenen Jahren stark eingeschränkt zu haben.

Aus reinem Gutmenschentum machen die Firmen das aber nicht, vielmehr folgen sie dabei einem gesellschaftlichen Trend zu mehr Nachhaltigkeit. Außerdem kommen sie einem EU-Verbot zuvor, das voraussichtlich 2021 in Kraft treten wird und bestimmtes Einweg-Plastikgeschirr aus dem Handel und der Gastronomie verbannt. Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßte die Bemühungen der Wirtschaft, forderte die Firmen aber zu weiteren Schritten auf. Besonders bei den umstrittenen Bechern für Kaffee zum Mitnehmen samt Plastikdeckeln gibt es den Unternehmen zufolge Fortschritte. Siemens und die Allianz verzichten in ihren Betriebsrestaurants komplett auf solche Becher. Damit spare man mehr als 700.000 Einweg-Kaffeebecher pro Jahr, sagte Stefan Burghart, Gastronomie-Chef der Allianz in München. Die Deutschland-Zentrale von Vodafone in Düsseldorf kommt inzwischen ganz ohne Einweg-Plastik aus. Man werde im Jahr etwa 15 Tonnen weniger Plastikmüll verursachen, so der Konzern.