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Die 22 am 24. April in Mössingen getöteten Schafe gehen nicht auf das Konto eines Wolfes. Ein Hund soll die Tiere gerissen haben.
Die 22 am 24. April in Mössingen getöteten Schafe gehen nicht auf das Konto eines Wolfes. Ein Hund soll die Tiere gerissen haben. © Symbolbild: dpa
10.05.2019

22 getötete Schafe in Mössingen: Es war kein Wolf, sondern ein Hund

Mössingen. Es muss nicht immer gleich ein Wolf sein, wenn 22 Schafe auf einen Schlag gerissen werden. Am 24. April wurden in Mössingen (Kreis Tübingen) acht Schafe getötet und 14 so schwer verletzt, dass sie getötet werden mussten. Jetzt steht fest: Nicht ein Wolf, sondern ein Hund war der Übeltäter.

Zu diesem Ergebnis kamen Fachleute des Senckenberg-Instituts in Frankfurt nach einer genetischen Analyse getöteter Tiere. Eine Wolfsattacke sei ausgeschlossen, teilte das Umweltministerium in Stuttgart am Freitag mit. Damit habe sich der Anfangsverdacht bestätigt. Die Suche nach dem unbekannten Hund blieb laut Polizei bislang ohne Ergebnis.

Ein Hund als Angreifer ist nach Angaben des Ministeriums kein Einzelfall. In den vergangenen vier Jahren wurden der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg landesweit 14 Wolfsverdachtsfälle mit 54 gerissenen Nutztieren gemeldet, bei denen anschließend jeweils ein Hund als Verursacher nachgewiesen wurde.

Mehr dazu lesen Sie im PZ-Plus-Bereich für Abonnenten: Die PZ hat mit den Verantwortlichen gesprochen - So sehen die Akteure auf dem Sommerberg die Ansiedlung des Wolfs.