Bombenentschärfung Symbolbild
Alle Sperren wurden nach wenigen Stunden aufgehoben.(Symbolbild)
Friso Gentsch/dpa
Baden-Württemberg
Blindgänger in Stuttgart entschärft: 1000 Menschen können zurück

Nach dem Fund eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg am Stadtrand von Stuttgart haben Experten die 250 Kilogramm schwere Bombe erfolgreich entschärft. Die rund 1.000 evakuierten Menschen in der Sicherheitszone könnten zurück in ihre Wohnungen und Häuser, teilte die Stadt mit. «Die Absperrungen sind aufgehoben», kündigte die Polizei zudem an.

Die Menschen, darunter Bewohner eines Altenheims, waren am Morgen in einem Radius von 600 Metern in Sicherheit gebracht worden, damit der Kampfmittelbeseitigungsdienst den britischen Blindgänger unschädlich machen konnte. Er schlummerte seit rund 80 Jahren im Erdreich im Stadtbezirk Degerloch.

Bombenfunde in Pforzheim: 

Im September 2022 wurde eine Panzerabwehrrakete von einem Spaziergänger am Davosweg in Pforzheim entdeckt. Der Bereich ist damals weitläufig abgesperrt worden und die Rakete musste kontrolliert gesprengt werden, da sie nicht transportiert werden konnte. Circa 40 Personen im Bereich der Friedensstraße 85-91, der Prinz-Wilhelm-Straße 4-8 und der Winsloestraße 4-7 wurden damals evakuiert und konnten sich während der Sperrung auf eigenen Wunsch in einem von der Feuerwehr zur Verfügung gestellten Bus aufhalten. 

Auch 2019 kam es zu einem Bombenfund, der Pforzheim in Atem gehalten hat. In der Südoststadt wurde eine 500-Kilo-Bombe entdeckt und entschärft. Bei der Bombe handelte es sich um eine amerikanische Fliegerbombe vom Typ ASP 1000. Ein erster Luftangriff der Amerikaner erfolgte am 1. April 1944. Eventuell stammt die Bombe aus dieser Zeit.

Nach Angaben der Stadt waren damals 4000 Bewohner von der Evakuierung betroffen. Besonders brisant: Wäre der Fundort nur ein Stück weiter nördlich gewesen, wäre auch das Helios Klinikum in den Evakuierungsradius gefallen. 

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