Baiersbronn. Ende kommender Woche soll die Brandursache im Drei-Sterne-Restaurant „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn-Tonbach vorliegen. Lodernde Flammen haben den Gourmettempel binnen einer Nacht in eine Ruine verwandelt.

Schwierige Suche nach Brandursache in Schwarzwaldstube
Am Morgen des 5. Januar war das Feinschmecker-Restaurant von Heiner Finkbeiner samt „Köhlerstube“ und „Bauernstube“ völlig zerstört. Seither arbeiten Spezialisten der Polizei an der Aufklärung der Brandursache. Ein erfahrener Beamter des Landeskriminalamts (LKA) wurde hinzugezogen. Am Mittwoch erfuhr die „Pforzheimer Zeitung“: „Ende kommender Woche wird ein vorläufiges Ergebnis“ erwartet. Das sagte LKA-Sprecher Andreas Krombacher auf Anfrage.
Wohl keine Brandstiftung
Nichts geändert hat sich unterdessen daran, dass keine Hinweise auf Brandstiftung vorliegen, wie Frank Otruba, Sprecher der Pforzheimer Polizei, erläuterte. Als Brandherd gilt das an die Küche angrenzende Getränkebüfett für die drei Restaurants. Denn dort seien während des Brandes die höchsten Temperaturen entstanden. Von unten nach oben hätten sich die Flammen rasch durch das Holzgebäude gefressen. Offen sei nach wie vor die Frage: Defekt oder menschliches Versagen? Für Ersteres spricht zumindest, dass Geräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen und Wäschetrockner häufig Ausgangspunkt für Brände sind – insbesondere dann, wenn sie schon älter und wenig beaufsichtig untergebracht sind.
Mit der Beseitigung der Brandruine ist derweil begonnen worden. Ebenso läuft die Planung für eine Interimslösung auf der Garage des Hotelkomplexes. Das Provisorium in Fertigbauweise soll Medienberichten zufolge in zwei Monaten in Betrieb gehen.
Wer einen Abschiedsblick in die verlorenen Räume der „Schwarzwaldstube“ werfen will, wird im Internet auf www.traube-tonbach.de fündig: Die Fotos sind in Trauer signalisierendem Schwarzweiß gehalten, versteht sich.


Erstmals Brandermittler in Ruine der "Schwarzwaldstube" in Baiersbronn


Schwierige Suche nach Ursache des Brands in der "Schwarzwaldstube"



