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Fans des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC haben auf ihrem Weg zum Stadion des VfB Stuttgart schon im Regionalzug für Furore gesorgt. Das Zweitliga-Derby war von der Polizei als Hochrisikospiel eingestuft worden.

Nach Ausschreitungen im KSC-Fanblock: Politik plant Fußballgipfel

Die grün-schwarze Landesregierung plant vor den Sommerferien einen Fußball-Gipfel mit Vereinsvertretern und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), um über das Vorgehen bei Fan-Krawallen zu sprechen. Das kündigte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Donnerstag in Stuttgart an.

Gerade einzelne Begegnungen zeigten immer wieder, dass man sich darum kümmern müsse. «Die Sicherheit im Sport, gerade auch bei sportlichen Großereignissen, bekommen wir hin, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen.»

Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) erklärt, dass er Fußballvereine bei Fan-Ausschreitungen in die Pflicht nehmen will. «Die Regierung wird mit den Vereinen sprechen. Fußball bindet jedes Wochenende riesige Polizeikräfte», sagte Kretschmann der «Heilbronner Stimme» und dem «Mannheimer Morgen» (Donnerstag).

Beim Derby am vergangenen Sonntag in Stuttgart hatten Chaoten aus dem KSC-Fanblock unter anderem Leuchtraketen auf das Spielfeld geschossen. Das Heimspiel des VfB gegen Karlsruhe stand zwischenzeitlich kurz vor dem Abbruch. «Der Fußball braucht die Fans. Aber wie hält man die Emotion so im Zaum, dass sich Gefühle nicht verselbstständigen? Damit müssen wir uns ernsthaft beschäftigen», sagte Kretschmann weiter. Dies sei eine höchst virulente Baustelle. «Wir müssen da was machen. Denken Sie nur an die 100 000 Euro Schäden in Zügen nach dem Spiel Stuttgart gegen Karlsruhe.»

Kretschmann hält es auch für möglich, dass sich die Fußballvereine künftig an den Kosten für Polizeieinsätze oder bei Schadensfällen beteiligen. «Die Debatte hatten wir schon einmal vor ein paar Jahren, aber ich sehe, dass wir uns jetzt neu befassen müssen.» Er wolle da jetzt keine schnellen Antworten geben, aber so könne das nicht weitergehen. «Der Aufwand nimmt Ausmaße an, die nicht mehr gehen. Die Fragen gehen an die Vereine, aber nicht nur», sagte er.

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