Karlsruhe. Eisbären in Not: Im Karlsruher Zoo musste am Donnerstagvormittag die Feuerwehr anrücken, um die zwei Eisbären – Mutter Nuka und Sohn Mika – aus einer misslichen Lage zu befreien. Das berichtete der Zoo auf Facebook. Um kurz nach 10.30 Uhr dann das Aufatmen: Die Rettungsaktion ist geglückt, schreibt der Zoo in einer Aktualisierung. Den Tieren gehe es gut.
"Die zu Hilfe gerufene Feuerwehr konnte mit insgesamt sieben Schläuchen den Wasserstand innerhalb einer halben Stunde so anheben, dass die Tiere selbstständig den Wasserbereich verlassen konnten", heißt es in dem Beitrag.
Und: "Wenige Minuten, nachdem die Tiere aus dem Becken gekommen waren, standen sie bereits wieder am Rand des Wasserbeckens und beobachteten das restliche Befüllen." Die Eisbären könnten die gesamte Anlage wieder nutzen.
Wie es in dem ersten Beitrag hieß, war das Wasser im Tauchbecken über Nacht stark gesunken und die Tiere saßen darin fest. Glücklicherweise sei der Wasserstand so tief gewesen, dass die Eisbärmutter und ihr einjähriges Junges darin stehen konnten.
Die Feuerwehr war vor Ort, um aus dem Schwanensee Wasser in die Anlage pumpen, sodass die Tiere das Tiefbecken selbstständig verlassen konnten. Der Bereich bei den Eisbären war weiträumig gesperrt, der Zoo jedoch weiterhin geöffnet.
Unter dem Post bedankten sich zahlreiche Facebook-User bei der Feuerwehr – fraten sich aber auch, wo das ganze Wasser plötzlich hin ist. Dazu schrieb der Zoo zunächst nichts.
In dem Update dann hieß es, dass man noch nicht wisse, warum der Wasserstand in der Nacht abgefallen war: "Die Wassertechnik wird jetzt überprüft, aktuell ist kein Wasserverlust mehr bemerkbar."
"Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Einsatzkräften der Feuerwehr, die sehr schnell vor Ort waren und uns und vor allem den Eisbären professionell und unkompliziert geholfen haben",
wird der stellvertretende Zoodirektor Steffen Karcher zitiert.
Die Feuerwehr Karlsruhe war laut dem Post mit insgesamt 31 Kräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz; beteiligt waren die Berufsfeuerwehr Karlsruhe sowie die Freiwillige Feuerwehr Karlsruhe mit den Abteilungen Neureut und Knielingen.


Eisbär-Jungtier Mika feiert ersten Geburtstag im Karlsruher Zoo



