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Stuttgarter Giraffenbulle Hanck stirbt während Narkose in der Wilhelma

Stuttgart. Die Stuttgarter Wilhelma trauert um ihren Giraffenbullen Hanck. Das Tier sei bei einer Behandlung an Kreislaufversagen gestorben, teilte der Zoologisch-Botanische Garten am Mittwoch mit. "Die Narkose einer Giraffe ist die heikelste, die es in der Tierwelt gibt", sagte der Veterinär Tobias Knauf-Witzens. Ihre extreme Körperform mit langen Beinen und langen Hälsen sei für Giraffen eine Herausforderung. Bei einem Bullen wie Hanck müsse das etwa zwölf Kilo schwere Hochleistungsherz das Blut von Huf bis Kopf beständig über einen Höhenunterschied von fünf Metern pumpen. Länger liegen könnten Giraffen nicht, ohne Kreislaufprobleme zu bekommen. "Daher stellt jede Narkose ein erhöhtes Risiko dar", hieß es.

Der 21 Jahre alte Bulle war seit April 2002 Teil der Wilhelma. «Er fühlte sich hier sichtbar wohl und hat sieben Mal Nachwuchs gezeugt und damit zum Erhalt der Netzgiraffen beigetragen», teilte der Zoo mit. Ihm habe aber seine Hufe zu schaffen gemacht, seine Klauen wuchsen ungleichmäßig. «Ohne Korrektur wäre die Folge eine chronische Arthrose. Das Tier bekäme Schmerzen, würde lahmen und wäre auf Dauer nicht mehr lebensfähig», sagte Knauf-Witzens. In der Wilhelma leben nun noch die Netzgiraffen Nyiri und Sala, die im April aus dem Kölner Zoo gekommen waren.