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Der tödliche Unfall, bei dem Fahrer und Beifahrerin in einem Lamborghini auf der A8 starben, dürfte wohl nicht die Folge eines Wettrennens gewesen sein, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten.
Der tödliche Unfall, bei dem Fahrer und Beifahrerin in einem Lamborghini auf der A8 starben, dürfte wohl nicht die Folge eines Wettrennens gewesen sein, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. © dpa
03.09.2014

Technische Veränderung am Lamborghini: Fahrer und Beifahrer sterben

Ludwigsburg. Wohl auf eine technische Veränderung ist ein schwerer Verkehrsunfall zurückzuführen, bei dem am 28. Juni, um 18 Uhr auf der Autobahn A8 Stuttgart-München, kurz vor der Anschlussstelle Esslingen der 48-jährige Fahrer eines Lamborghini und dessen 45-jährige Beifahrerin ums Leben kamen.

Zu diesem Ergebnis führten die Untersuchungen eines auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Stuttgart in die polizeilichen Ermittlungen eingebundenen Sachverständigen. Demnach war an dem serienmäßig mit Allradantrieb ausgerüsteten Fahrzeug der Vorderradantrieb vollständig ausgebaut. Eine technische Veränderung, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führte. Wie die weiteren Ermittlungen ergaben, hatte der 48-Jährige den auf seine Veranlassung vorgenommenen Umbau auch in einschlägigen Internet-Foren veröffentlicht. Nach Auswertung der Spuren am Unfallort war der Lamborghini zum Unfallzeitpunkt mit einer Geschwindigkeit von über 200 km/h unterwegs.

Die durch die technische Veränderung hervorgerufene Überlastung des Hinterradantriebs führte zum Ausfall eines Antriebsgelenks und schließlich zum Ausbrechen des Fahrzeugs. Polizei und Staatsanwaltschaft schließen mittlerweile aus, dass der Unfall im Zusammenhang mit einem zunächst diskutierten Straßenrennen stand. Auch auf ein mögliches Verschulden Dritter haben sich keine Hinweise ergeben.

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