Sophie Ludwig im Austausch mit ihrer Mentorin Ute Meta Bauer.
CNP for Rimowa
Kultur
Rimowa Design Prize: Hochschule Pforzheim stellt Finalistin

Pforzheim. Mit ihrer zukunftsweisenden Arbeit Memento zählt Sophie Ludwig, Studentin der Hochschule Pforzheim im Master-Studiengang Creative Direction, zu den sieben Finalisten des diesjährigen RIMOWA Design Prize, teilte die Hochschule in einer Pressemeldung mit.

Der mit einem Gesamtpreisgeld von 55.000 Euro dotierte Wettbewerb würdige herausragende gestalterische Leistungen rund um das Thema Mobilität und biete ausgewählten Nachwuchstalenten eine Bühne, ihre Ideen einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren.

Hat gute Chancen auf den RimowaDesign Prize: Sophie Ludwig. CNP for RIMOWA

Memento sei ein Erinnerungsobjekt, das sich dem digitalen Vermächtnis von geliebten Menschen widmet, indem es kuratierte Erinnerungen sicher speichert und anzeigt, heißt es. Es besteht aus einem physischem Device (deutsch: Gerät) und einer begleitenden App. Über diese wählen Nutzer aus, welche persönlichen Daten – Fotos, Videos oder Musik – sie weitergeben möchten. Die kuratierten Inhalte würden später auf das Device übertragen und an ausgewählte Nachlasskontakte übermittelt.

„Mit Memento wollte ich einen neuen, bewussten und sicheren Umgang mit digitalen Vermächtnissen schaffen“, erklärt Sophie Ludwig. Das Erinnerungsobjekt biete nicht nur Schutz für die ausgewählten Daten, sondern auch Klarheit für die Hinterbliebenen darüber, was mit der Nachwelt geteilt werden soll. Mit ihrer Nominierung stoße Ludwig eine längst überfällige Diskussion über den digitalen Nachlass an, so die Hochschule: „Was mit unseren Daten geschieht, wenn wir nicht mehr da sind, ist eine Frage, die zu selten gestellt wird. Mein Projekt möchte einen generationsübergreifenden Dialog darüber eröffnen.“

Memento verbinde Eleganz mit Technologie zu einem durchdachten und gemeinschaftlichen Ansatz für digitales Gedenken, heißt es. Über mehrere Monate hinweg entwickelte die Masterstudentin das Konzept, gestaltete die App-Oberfläche und entwarf das physische Device. Die größte Herausforderung habe darin bestanden, eine zurückhaltende und neutrale Form zu finden, die nicht technisch aussieht und mit der sich unterschiedliche Menschen identifizieren können, berichtet Ludwig.

Die Bekanntgabe der diesjährigen Gewinnerprojekte findet am 13. Mai in Berlin im Gropius-Bau statt. Die Jury vergibt einen Hauptpreis in Höhe von 20.000 Euro und einen Sonderpreis, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Die übrigen fünf Finalisten erhalten jeweils 5000 Euro.

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